Auf Reisen - mit tieferem Sinn

Ehepaar aus Amerika besucht Heimat der Vorfahren. Weltenbummel fährt mit dem Rad quer durch Asien. Crimmitschauer erneut auf Hilfseinsatz in Palästina.

Patricia Comings hat gemeinsam mit ihrem Mann Richard die Heimat ihrer Vorfahren erkundet. Das Ehepaar, das in der Nähe von Boston in den USA wohnt, hat eine besondere Verbindung in die Pleißestadt. Die Urgroßeltern von Patricia Comings stammen aus Werdau. "Wir hatten die Reise eigentlich schon 2013 geplant, sie aber wegen des Hochwassers verschoben", sagten die beiden, die drei Tage lang über das Män- nertagswochenende die Gegend erkundeten und im Hotel "Katha- rinen-Hof" wohnten. Geführt wurden sie dabei von André Kleber, verantwortlich für Stadtmarketing im Werdauer Rathaus. Er unternahm mit den beiden auch Rundfahrten durch Werdau und die Ortsteile. "Die zwei freuten sich über die Sauberkeit überall und die netten Menschen. Auch das gute deutsche Essen kam sehr gut an", erzählt André Kleber. Mit nach Hause nahm das Ehepaar neben den vielen schönen Eindrücken auch das Werdau-Sterne-Set, das ihren Weihnachtsbaum in den USA schmücken wird. (rdl)

Tina Wojnowski (42), Modera- torin bei Radio Zwickau, führt erstmals zum Großen Marktfest am 12. und 13. August in Crimmitschau durch das Programm. Sie war bereits zum Neujahrsempfang, der im Januar im Theater der Pleißestadt stattfand, im Einsatz. "Die Zusammenarbeit zum Neujahrsempfang hat einfach gut geklappt, und ab und an ist eine Frau zur Moderation auch nicht schlecht", sagt Katja Tippelt-Kairies. Sie kümmert sich um die Vorbereitung des Marktfestes. In der Vergangenheit waren ausschließlich die Männer am Mikrofon im Einsatz - dazu gehören Andreas Kawa und Carsten Riedel. Nun versorgt eine Moderatorin die Besucher mit allen wichtigen Informationen. Wojnowski steht dabei am Samstag und Sonntag auf der Bühne. Am Freitag, wenn die Rocknacht stattfindet, übernehmen die Mitglieder der Bands selbst die Moderation. Das Marktfest findet bereits zum 27. Mal statt. (hof) Amadeus Thomas, Sekretär im Lionsclub Crimmitschau-Werdau, hat gemeinsam mit den anderen Mitgliedern Mädchen und Jungen der Sonnenbergschule Werdau einen unvergesslichen Tag beschert. Die Schüler der Einrichtung für geistig Behinderte verbrachten ihn auf dem Flughafen Leipzig-Halle. Mit dem Bus ging es dorthin. "Nach ausführlicher Kontrolle betraten sie den Sicherheitsbereich und erlebten mithilfe der Fluglotsen tolle Stunden", sagte Amadeus Thomas. Höhepunkte waren eine Fahrt mit Bussen auf einer Rollbahn und der Besuch einer Feuerwache, verbunden mit einer Schauübung. Die Organisation des Tages hatte Dirk Porzig übernommen. Der Lionsclub ermöglicht den Sonnenbergschülern seit Jahren besondere Erlebnisse. (rdl) Harald Lasch (66), Weltenbummler aus Crimmitschau, hat die ersten 2300 Kilometer seiner Radtour quer durch Asien zurückgelegt. "Momentan befinde ich mich am Gelben Fluss und habe mir die zum Weltkulturerbe zählenden Logmen-Grotten angesehen. Das ist eine zirka einen Kilometer lange Felswand, wo vor etwa 1500 Jahren Buddha- figuren in die Grotten gemeißelt worden sind. Es gibt hier insgesamt 2345 Nischen, mehr als 100.000 Buddhastatuen und mehr als 2800 Inschriften. Die größte Statue ist der 17 Meter hohe Buddha Vairocana", berichtete der Crimmitschauer am Telefon. Zu seiner rund 9000 Kilometer langen Radtour ist der Senior am 5. April in Nanchang im Süd- osten von China gestartet. Von dort aus führt seine Tour durch das Reich der Mitte, die Mongolei und endet am 2. September in Irkutsk am Baikalsee in Russland. Dort tritt Harald Lasch dann mit der Bahn über Moskau und Berlin die Heimreise nach Crimmitschau an. "Bisher lief alles nahezu reibungslos, und ich liege im Zeitplan", sagte der Weltenbummler. (umü)


Wolfgang Haubold (75) ist von seiner Reise nach Palästina gesund zurückgekehrt. Drei Wochen lang hat der Orthopädieschuhmacher-meister aus Crimmitschau Entwicklungshilfe im Haus "Lifegate" ("Tor zum Leben") in Bait-Jala, einem Ort südlich von Jerusalem, geleistet. Hier werden rund 200 behinderte Menschen in verschiedenen Werkstätten beschäftigt und ausgebildet. Wolfgang Haubold fertigte in der Werkstatt erneut Einlagen, reparierte Schuhe und beriet unter anderem Mütter mit Kindern. Es war bereits sein zweiter Hilfseinsatz. "Ich bin sehr herzlich begrüßt worden", sagte der agile Senior, der am Flughafen den falschen Koffer erwischt hatte. "Es waren drei gute, ereignis- und arbeitsreiche Wochen, die man nicht vergisst. Wenn ich noch einmal gebraucht werden sollte, fliege ich vielleicht wieder hin. Aber der Transfer ist schon sehr anstrengend", gibt der Meister zu, der in seiner Freizeit auch das Tote Meer besucht hat. Zu Hause angekommen, wurde in Familie der 75. Geburtstag gefeiert. Aber auch die Freunde bei "Lifegate" hatten an Wolfgang Haubold gedacht und ihm zu Ehren dort eine schöne, unvergessliche Feier ausgerichtet. (rdl)

Lutz Höfer (57), Eishockey-Obmann des ETC Crimmitschau, sucht noch eine Losfee. Er organisiert wieder einen Inline-Cup auf der Betonfläche im Kunsteisstadion im Sahnpark. Das Turnier findet am 16. und 17. Juni statt. Dafür haben sich zehn Teams angemeldet, in denen zum Teil einige namhafte Eishockey-Profis stehen. Heute findet in den Geschäftsräumen des Create-Sports Hockeystore im Kunsteisstadion die Auslosung der beiden Vorrundengruppen statt. Los geht es 17.30 Uhr. "Natürlich gern auch wieder unter den Augen von Zuschauern und Zeugen", sagte Höfer. Die Frage, wer die Lose zieht, hat er gestern noch nicht beantwortet. "Vielleicht gibt es auch noch eine Überraschung", sagte der Eishockey-Obmann. (hof)

Tom Würker (42) leitet nicht nur die Buchhandlung am Rathaus in Crimmitschau, sondern engagiert sich auch für die Einrichtungen der "Kinderarche" in der Stadt. Der Inhalt der im Laden aufgestellten Spendenbox fließt seit rund drei Jahren in Projekte des Jugendhilfeträgers. "Das Geld soll an das Kinderheim in Crimmitschau gehen", so der Buchhändler. Dort gebe es immer wieder einmal Investitions- bedarf für die Außenanlage. "Wofür die Einrichtung das Geld konkret verwendet, soll sie aber selbst entscheiden", sagte er. Das Team wisse schließlich am besten, wofür es Spenden gerade am sinnvollsten einsetzen könne. (rict)

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