Auf Stippvisite im Magen

Zum Tag der offenen Tür bekamen Besucher in der Pleißentalklinik auch interessante Einblicke in den Arbeitsalltag. Dafür hatte zum Beispiel ein OP-Saal geöffnet.

Werdau.

Was kann einem im wahrsten Sinne des Wortes alles auf den Magen schlagen? Diese und viele andere Informationen gab am Samstag Natalie Kubiessa, Assistenzärztin in der Abteilung Innere Medizin in der Pleißentalklinik Werdau. Anlässlich des Tages der offenen Tür konnten Besucher ins Innere eines Magens schauen beziehungsweise dessen überdimensionales Modell studieren. Das tat zum Beispiel Familie Bohle aus Crimmitschau. "Das bietet auf jeden Fall interessante Einblicke. Wir haben uns in der Klinik auch ausgiebig umgeschaut. Nun wollen wir noch zum Stadtfest auf den Markt", sagte Maria Bohle, die mit Töchterchen und Ehemann nach Werdau gekommen war. "Ein Magen fasst ungefähr 1,5Liter. Das ist schon ziemlich beachtlich", sagte Natalie Kubiessa, die geduldig auch alle anderen Fragen der Besucher beantwortete. Die junge Frau hat an der Werdauer Klinik bereits ihre Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. "Nun hoffe ich, dass ich nach einem erfolgreichen Studium hier arbeiten kann."

Nur wenige Meter weiter hieß es dann Schlange stehen. Einer der fünf Operationssäle des Krankenhauses hatte die Türen geöffnet. Dort, wo sich sonst die Patientenschleuse befindet, hatten Ina Eger und Nadine Gruner den ganzen Tag über alle Hände voll zu tun. "Wir kleiden die Besucher für den Rundgang ein", sagte Pflegedienstleiterin Ina Eger. Überzieher für die Straßenschuhe, Kittel, Mundschutz und Haube gehörten zur Ausstattung der Gäste. Bei Nadine Gruner konnten sie unter UV-Licht außerdem testen, wie gründlich sie vor dem kleinen Rundgang die Hände desinfiziert hatten. "Dieses Gerät steht sonst natürlich nicht hier. Aber wir möchten zeigen, welche Stellen man an den Händen schon mal gerne vergisst", sagte die Hygienefachkraft der Pleißentalklinik. "Es war hochinteressant. Aber ich bin froh, wieder draußen zu sein und die Hilfe der OP-Ärzte noch nicht benötigt zu haben", sagte Reiner Schmählich aus Werdau, als er die Schutzkleidung abgelegt hatte.

Vorm Eingangsbereich bereiteten sich indessen Sascha Klappstein und 15 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Werdau auf eine zweite Übung vor. "Wir simulieren ein Feuer im Eingangsbereich", sagte Ortswehrleiter Klappstein. Beim ersten Durchgang ging alles zügig und routiniert über die Bühne. "Wir haben gerade einmal zwei Minuten für den Löschangriff gebraucht."

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