Aufzug steht auf elf Pfählen

Die Wohnungsgenossenschaft in Crimmitschau hat ein großes Bauprojekt abgeschlossen. Die Ergebnisse werden bei einem Tag der offenen Tür präsentiert.

Crimmitschau.

13 Monate waren Handwerker im Mehrfamilienhaus Webergasse 10 in Crimmitschau im Einsatz. Die Wohnungsgenossenschaft Crimmitschau (WGC) hat circa 450.000 Euro in die Umgestaltung und Sanierung des Gebäudes investiert. Das Ergebnis wird am Samstag bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Dann dürfen Besucher zwischen 10 und 14 Uhr einen Blick in die Wohnungen werfen.

Eine wichtige Änderung fällt schon im Eingangsbereich auf: Das Haus ist nun mit einem Personenaufzug ausgestattet. "Wir gehen hier einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, der es auch älteren Personen ermöglicht, problemlos in oberen Etagen zu wohnen", sagt WGC-Vorstandsmitglied Bodo Schulze. Damit der Aufzug auf der jeweiligen Wohnetage halten kann, mussten gravierende Grundriss- änderungen an den Wohnungen auf der linken Seite und im obersten Wohngeschoss vorgenommen werden. Unter anderem entstand eine rollstuhlgeeignete Wohnung mit einem geräumigen Bad mit Fenster, das die erforderlichen Bewegungsflächen für einen auf den Rollstuhl angewiesenen Mieter bietet.

Im Gebäude befinden sich elf Wohnungen. Davon wurden sechs Wohnungen grundlegend umgestaltet. Eine umgestaltete Wohnung wird durch einen neuen Mieter bewohnt. Für zwei weitere Wohnungen gibt es unterschriebene Mietverträge. Die Übergabe steht unmittelbar bevor, sagt Schulze. Fünf Wohnungen sind unverändert geblieben. Davon sind drei Wohnungen vermietet, teilt das Unternehmen mit.

Durch den Tag der offenen Tür will die Wohnungsgenossenschaft nicht nur zeigen, welche Möglichkeiten sich durch den Umbau von Plattenbauten ergeben. "Wir präsentieren auch unseren Standard. Das bedeutet, dass einziehende Mieter lediglich die Möbel in die Wohnung stellen und die Lampen montieren müssen", sagt Schulze. Ein Grund für die Bauzeit von 13 Monaten: Das Gebäude befindet sich im ehema- ligen Pleißebett. Somit besteht der Untergrund teilweise aus angeschwemmtem Material. Baugrundgutachten und statische Berechnungen haben ergeben, dass das Fundament für den Aufzugsschacht als Bohrpfahlgründung ausgeführt werden musste. Der Aufzugsschacht steht auf elf Bohrpfählen, die bis zu 14 Meter in die Tiefe reichen.

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