Aussteller kommt von Bonn an die Pleiße

Die 20. Auflage der Werdauer Dampftage zog 750 Besucher ins Museum. Und die erlebten nicht nur Modelle in Aktion.

Werdau.

Aus der Nähe von Bonn ist am Wochenende Willi Scharrenbach nach Werdau ins Stadt- und Dampfmaschinenmuseum gekommen. Er war einer der insgesamt 25 Aussteller der Jubiläumsausgabe des Dampftages. Die 20. Auflage hat rund 750 Besucher in die Einrichtung an der Holzstraße gelockt. "Eine super Bilanz. Wir hatten schon Bedenken, dass das allzu schöne Wetter und die Herbstferien Gäste von einer Stippvisite abhalten. Das ist zum Glück aber nicht eingetreten", freute sich Museumsmitarbeiterin Kathrin Wendler über die gute Resonanz auf das Dampf-Wochenende.

"Fürs Hobby tut man eben vieles", meinte Willi Scharrenbach schmunzelnd. 2016 zog es ihn zum ersten Mal zu den Dampftagen nach Werdau. Acht bis zehn Ausstellungen besucht der 77-jährige ehemalige Berufsschullehrer im Jahr. "Der Austausch mit den anderen Bastlern ist immer wieder etwas Besonderes, auch hier in Werdau." Am Wochenende mit dabei war auch seine Frau Marion Latzel. Der 65-Jährigen hat es im Museum ganz besonders gut gefallen. "Natürlich bin ich freiwillig hier, und es macht mir sehr viel Spaß. Und wo findet man denn eine Ausstellung, die sogar mit Klaviermusik untermalt wird?"

Für diese Besonderheit sorgte zur Jubiläumsauflage Louis Paul. Der 15-Jährige war gemeinsam mit Aussteller Werner Wiedemann nach Werdau gekommen. "Ich spiele unter anderem Klavier, Gitarre, Akkordeon und Cajón, das ist eine Kistentrommel", sagte der junge Mann, setzte sich im Erdgeschoss im Ausstellungsraum ans Klavier und ließ die Finger über die Tasten des Instruments gleiten. Den Besuchern spielte er Stücke von den Beatles, von Abba, aber auch von Udo Jürgens. "Ich mache das nur hobbymäßig. Beruflich möchte ich später mal was mit Landmaschinen machen", sagte der Seelingstädter, der Lob und Beifall von Ausstellern und Besuchern gleichermaßen erhielt.

Willi Scharrenbach gefiel vor allem das große Interesse der Besucher. "Wir haben hier ein wirklich interessiertes Publikum." Er hatte fünf seiner rund 15 Modelle mit nach Werdau gebracht, darunter vier Sterling-Motoren und einen Vakuum-Motor. Als Berufsschullehrer hatte er die Metallausbildung der Jugendlichen übernommen. "Und über diese Schiene bin ich dann zu meinem jetzigen Hobby gekommen", sagte der 77-Jährige.

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