Auszeichnung würdigt Einsatz der Ersthelfer

Bürgergemeinschaft-Chef Thomas Gömbi schildert seine Erlebnisse nach einem schweren Verkehrsunfall

Crimmitschau.

Einen neuen Weg beschreitet die Bürgergemeinschaft "Für Crimmitschau" bei der Übergabe der Auszeichnung "Helden des Alltags". Der Preis wird einmal im Monat verliehen. Im Februar geht sie - momentan noch anonym - an die Frauen und Männer, die nach einem Verkehrsunfall im Ortsteil Gablenz Erste Hilfe geleistet haben. Dabei erlitt eine 47-jährige Skodafahrerin schwere Verletzungen.

Thomas Gömbi, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft, ist am 20. Februar selbst an der Unfallstelle vorbeigekommen. "Der erste Anblick war nicht so toll. Aber was ich in der nächsten Viertelstunde erleben durfte, ist es wert, erwähnt zu werden", sagte Gömbi, der nach eigenen Worten selbst anhielt und Hilfe anbot. Allerdings hätten sich bereits fünf Helfer an der Unfallstelle befunden: zwei polnische Bürger, zwei weitere Fahrzeugführer und eine Frau, die direkte Zeugin des Unfalls war. Der Qualm aus dem Motorraum wurde mit Feuerlöschern bekämpft, die Frontscheibe entfernt, um Kontakt mit der eingeklemmten Frau aufzunehmen. Später übernahmen Feuerwehr und Rettungsdienst die Bergung. "In einer Zeit, in welcher man so viel von Gaffern hört, durfte ich so etwas erleben: Menschen, die einfach helfen und nicht auf die Uhr schauen oder das Handy zücken, um ein spektakuläres Foto zu schießen. Sie haben Verantwortung übernommen, Leben gerettet, Schlimmeres verhindert und Hilfe organisiert", sagte Gömbi. Die Bürgergemeinschaft hat zunächst nur im Internet über die anonyme Auszeichnung informiert. Was passiert, wenn sich die Ersthelfer, noch melden? Gömbi: "Dann laden wir sie zu einem Kaffee ein." (hof)

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