Bad erlebt Besucherrekord

In Fraureuth können Erholungssuchende noch bis einschließlich 16. September in die kühlen Fluten abtauchen. Nicht nur die Gästezahlen stimmen die Kommune froh.

Der Riesenkrake ist für die jungen Gäste ein Magnet.

Für Sie berichtet: Uwe Mühlhausen

Das Freibad in Fraureuth hat seit Saisoneröffnung mehr als 40.000 Besucher gezählt. Die Zahl nannte Bürgermeister Matthias Toptisch (CDU) auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. "Das schlägt alle Rekorde. Der Spitzenwert lag bei 26.000 Gästen. Das war nach Abschluss der Sanierung des Bades vor zwei Jahren", so Topitsch. Das ursprünglich für dieses Wochenende geplante Saisonende wird verschoben. "Das Bad hat bis einschließlich 16. September geöffnet." Und noch eine Zahl nannte Topitsch in Zusammenhang mit dem Bad: "Wir haben in diesem Jahr bisher 75.000 Euro an Eintrittsgeldern eingenommen."

Zugleich machte das Gemeindeoberhaupt noch einmal deutlich, dass die vom Rat getroffene Entscheidung, zur Wasserversorgung des Freibades einen Brunnen zu nutzen, richtig war. "Sonst hätten wir in diesem Jahr ganz schön alt ausgesehen." 20.000 Euro investierte die Kommune 2012 in den Kauf einer Pumpe, mit der das kostbare Nass aus circa 70 Metern Tiefe in Trinkwasserqualität ans Tageslicht befördert und damit das Becken gefüllt wird. In der Vergangenheit kam das Wasser für das Bad aus einem Vorstau. Dessen Wassermenge reichte allerdings nicht aus, um das Becken komplett zu füllen und den für die Saison erforderlichen Bedarf zu liefern. Das Defizit wurde aus dem öffentlichen Netz genommen. Um die Qualität konstant halten zu können, werden täglich um die 200.000 Liter Frischwasser aus der Tiefe gefördert und ins Becken gelassen. Eine Menge, die aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr aus dem Vorstau nicht zur Verfügung gestanden hätte und die Kommune aus dem Netz beziehen müsste. Das hätte die im Vorfeld kalkulierten Unterhaltungskosten erheblich in die Höhe getrieben.

Und noch aus einem anderen Grund muss dem Schwimmer- becken ständig zusätzliches Wasser zugeführt werden: Während der noch andauernden Saison gehen täglich rund 20 Kubikmeter Was- ser verloren. Das entspricht etwa 150 Badewannenfüllungen. An heißen Tagen, von denen es in diesem Jahr eine ganze Menge gab, ist der Verlust noch höher. Verursacht wird das Defizit unter anderem durch die Badegäste selbst. Die besonders bei Jugendlichen beliebten Badeshorts, die oftmals bis zu den Knien reichen, saugen Unmengen von Wasser auf. "Pro Gast sind das ungefähr 30 Liter, die täglich verloren gehen", sagt Topitsch.

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