Baumspende als Antwort auf die Abgase aus dem eigenen Taxi

Drei Eichen und zwei Ginkgos befinden sich auf der neuen Baumwiese in Crimmitschau. Welche Motivation gibt es für die Pflanzungen?

Crimmitschau.

Die Luftverschmutzung, die von den Abgasen ihres Diesel-Autos verursacht wird, kann Monika Sachsenröder nicht verhindern. Sie arbeitet als Taxifahrerin und Fahrlehrerin, da kommen rund 100.000 Kilometer im Jahr zusammen. "Obwohl wir für die Abgase verantwortlich sind, wollen wir einen kleinen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz leisten", sagt Monika Sachsenröder zu ihrer Motivation für die Pflanzung eines Bürgerbaumes auf der neuen Baumwiese am Ringelnatzweg in Crimmitschau. Die 67-Jährige und ihr Ehemann Michael Croy haben am Samstagvormittag einen Ginkgo-Baumgepflanzt. Dessen Entwicklung wollen sie künftig beobachten. "Und wenn es richtig heiß ist, auch einmal einen Eimer Wasser ran schütten", sagt Michael Croy.

Für die Pflanzung der Bäume gibt es ganz unterschiedliche Anlässe. Heike und Andreas Bregler werden durch einen Ginkgo-Baum an ihre Hochzeit, die im letzten Jahr stattfand, erinnert. "Wir schauen bei den Spaziergängen mit unserem Hund regelmäßig vorbei", sagt Heike Bregler. Hermine und Günter Siegert, die beide über 90 Jahre alt sind, haben von ihren Kindern zum Geburtstag einen Gutschein für eine Eiche bekommen. Sie verfolgten am Samstag - gemeinsam mit dem Rest der Familie - die Pflanzung. Mit Unterstützung durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes kamen drei Eichen und zwei Ginkgos in die Erde. Auf einer Tafel, die sich an der Baumwiese befindet, wird über die Namen und die Motivation der Spender informiert.

Ein Blick zurück: Zwischen 2012 und 2017 wurden die beiden Baumwiesen an der Bebelstraße gefüllt. Dort befinden sich 68 Bäume. Die Suche nach einem passenden Standort für die neue Baumwiese gestaltete sich in den letzten Monaten schwierig. "Wir mussten unter anderem klären, dass die Grundstücke in den nächsten Jahrzehnten nicht für eine Bebauung benötigt werden", sagt Baubetriebshof-Leiter Michael Popp. Er und seine Kollegen hatten - neben der jetzigen Fläche zwischen den Eigenheimen und den Garagen am Ringelnatzweg - noch einen Teil der ehemaligen Kleingartenanlage "Huckel" als Baumwiese im Visier. Die Pflanzungen sollen künftig wieder regelmäßig im Frühjahr und im Herbst stattfinden. Spender müssen 200 Euro für einen Baum zahlen.

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