Baustelle: Längerer Weg zum Mittagstisch

Die Westtrasse wird auf einer Länge von 2,4 Kilometern drei Monate lang in Etappen erneuert. Mitten im Baufeld liegt der Agrarhof Gospersgrün. Der ist bis Ende September nur auf Umwegen erreichbar.

Gospersgrün.

Eine neue Großbaustelle steht in Fraureuth an. Die S289, besser bekannt als Westtrasse, wird ab Montag im Bereich Gospersgrün erneuert. Die Maßnahme beginnt am Ausbauende der Westtrasse von Werdau kommend im Bereich der Zufahrt zum Recyclinghof Weißgerber und endet an der Kreuzung Poststraße. Die Gesamtlänge der Baumaßnahme, die bis voraussichtlich 13. Dezember dauert, beträgt 2,4 Kilometer. Realisiert wird das Vorhaben in Etappen. "Auf der Strecke werden die Deckschichten der Fahrbahn erneuert sowie im Bereich der Eisenbahnbrücke in der Ortslage Römersgrün auch die Straßenentwässerung erneuert sowie die Bushaltestelle barrierefrei gestaltet", sagt Franz Grossmann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Die Kosten belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro.

Der erste Bauabschnitt beginnt am Ende der Neubaustrecke der Westtrasse und reicht bis zum Abzweig nach Beiersdorf. Genau in dem Bereich befinden sich der Agrarhof Gospersgrün sowie die Agrarhof Gospersgrün GmbH mit ihrer Großküche. In der werden täglich rund 1100 Portionen gekocht. 280 bis 450 Kunden, hauptsächlich in der Gemeinde Fraureuth, beliefert die Küche. Ein Großteil der täglich frisch zubereiteten Speisen geht in der hauseigenen Gaststätte über den Tresen. Circa 50 Prozent der Gäste kommen aus dem Raum Werdau.


"Wir sind auch während der Baumaßnahme erreichbar, auch wenn die Umleitung weiträumig an uns vorbeiführt", sagt die Geschäftsführerin der Agrarhof GmbH, Birgit Wagner. Allerdings müssen die Kunden zum Erreichen der Gaststätte und des landwirtschaftlichen Unternehmens einen längeren Weg in Kauf nehmen. "Wer aus Werdau kommt, erreicht uns über Steinpleis, die Thanhofer Straße bis Thanhof und dann weiter über die Ernst-Ahnert-Straße und die Schulstraße in Gospersgrün", sagt Birgit Wagner. Eine zweite Möglichkeit: Von Werdau kommend über Steinpleis, Lichtentanne, Schönfels, Altrottmannsdorf, Erlmühle und dann weiter über die Ernst-Ahnert-Straße und Schulstraße. "An der Buswartehalle in Altrottmannsdorf werden in Absprache mit der Gemeinde Lichtentanne Hinweisschilder zum Agrarhof angebracht, die Ortsunkundigen die Orientierung erleichtern", ergänzt Thomas Hübner, einer der Vorstandsvorsitzenden des Agrarhofes. Das Landwirtschaftsunternehmen ist ebenfalls von der Baumaßnahme betroffen. Genau in die Bauphase fällt die Kartoffelernte. "Unser Hofladen hat weiterhin geöffnet. Auch der ist über die gleiche Strecke wie unsere Großküche mit Gaststätte und die anderen Einrichtungen auf unserem Gelände erreichbar", sagt Hübner.

Die Wegführung zum Agrarhof ist ausschließlich für Gäste des landwirtschaftlichen Unternehmens gedacht und eignet sich nicht als Schleichweg. Wer glaubt, damit die Umleitung zu umgehen, landet vor einer Sperrscheibe an der Einmündung Schulstraße/Reichenbacher Straße (Westtrasse). Ende September sollen die Arbeiten im ersten Teilstück abgeschlossen sein.

Der zweite Bauabschnitt beginnt vor dem Abzweig nach Beiersdorf (Kirchberg) und endet vor der Poststraße. "Bedingt durch die Instandsetzung der Brücke ist die Zufahrt für den Anliegerverkehr nach Römersgrün je nach Baufortschritt entweder von Neumark oder Werdau möglich", sagt Grossmann. Der Agrarhof und das Gewerbegebiet sind dann wieder aus Richtung Werdau über die Westtrasse (Reichenbacher Straße) erreichbar. "Aus Richtung Neumark ist der Agrarhof auch während der Arbeiten im zweiten Bauabschnitt nicht erreichbar."

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...