Beste Marmelade schmeckt nach Estragon

Die Gewinner des 1. Werdauer Marmäähladen-Contests stehen fest. Die Erstplatzierten überzeugten mit ungewöhnlichen Mischungen.

Werdau.

Sandra Janik aus Neukirchen heißt die Gewinnerin des 1. Werdauer Marmäähladen-Constests. Die Hobbyköchin überzeugte mit einer Mischung aus Petersbirne, Apfel und einem Hauch von Estragon. Vom Sieg hat die 29-Jährige, die am Wochenende arbeiten musste, per Telefon erfahren. "Jetzt bin ich überrascht und freue mich total. Die Marmelade habe ich zusammen mit meiner dreijährigen Tochter Madita gekocht. Wir machen das ab und zu, verwenden dabei so ziemlich alles, was bei uns im Garten wächst", sagte Sandra Janik. Dazu gehört auch Estragon. "Manchmal verwenden wir auch andere Gewürze."

"Bei der Marmelade stimmte alles. Aussehen, Konsistenz, Geschmack und Originalität", sagte Uta Dietrich von der Agentur Udi Events, die den Wettbewerb organisiert hatte. Allerdings war ihr Urteil Nebensache und fiel nicht mit in die Wertung. Welche der eingereichten 49 Sorten das Rennen machte, das entschieden am Samstag die Besucher des Naturwaren- und Bauermarkts. Innerhalb des Veranstaltung fand der Contest statt.

Zu den Besuchern gehörte unter anderem Ines Hoffmann. Deren Favorit war eine Erdbeer-Johannisbeer-Marmelade. "Neben Geschmack ist mir der Zuckergehalt wichtig. Der sollte nicht so hoch sein", sagte die Zahnärztin schon aus beruflichen Gründen. Günter Neubauer entschied sich für eine Sorte, die aus 20 verschiedenen Früchten bestand. "Schmeckt sehr fruchtig und lecker. Die würde ich auch im Laden kaufen", sagte der Werdauer.

Neben dem Urteil der Besucher war auch die Meinung einer Jury gefragt. Zu der gehörte Angelika Schunk als Vertreterin des Oberbürgermeisters. "Mein Favorit ist Mango-Ananas. Sehr fruchtig und irgendwie ungewöhnlich", sagte die CDU-Stadträtin, nachdem sie nach und nach die Sorten, abgefüllt in kleinen und mit einer Nummer versehenen Gefäßen, gekostet hatte.

Was die Organisatorin besonders überraschte, war die Vielfalt. "Von den einreichten Sorten ist keine doppelt", sagt Uta Dietrich. Die Palette reichte von Sauerkirsche-Schokolade über Aprikose-Minze bis hin zu Brombeere-Vanille und Erdbeere mit Zitrone. Am Ende des Wettbewerbes stand fest: Es wird 2019 eine Neuauflage geben.

Die Gewinner: 1. Platz: Sandra Janik aus Neukirchen, 2. Platz: Familie Strunz aus Ponitz, 3. Platz: Familie Vogel aus Werdau.


"Ich hätte mir ein paar mehr Besucher gewünscht"

Uta Dietrich kümmert sich seit Jahresbeginn um einige Spezialmärkte in Werdau. Uwe Mühlhausen hat sich mit der 50-Jährigen unterhalten.

Freie Presse: Frau Dietrich, sind Sie mit der Resonanz zufrieden?

Uta Dietrich: Die Vielzahl der eingereichten Sorten überraschte mich schon. Damit hatte ich nach den Erfahrungen, die wir bisher in anderen Städten mit dem Contest gemacht hatten, nicht gerechnet. Ein Kompliment an die Werdauer.

Wieso heißt die Veranstaltung Marmäähladen-Wettbewerb?

Das Maskottchen meiner Firma ist ein Schaf. Daher Marmäähladen-Wettbewerb. Das Schaf spielt in allen Veranstaltung von Udi Events, so der Firmenname, eine Rolle.

Der Naturwaren- und Bauermarkt war die dritte Veranstaltung, die Sie bisher in Werdau organisiert hatten. Wie fällt das Urteil aus?

Was die Anzahl der Händler betrifft, sehr positiv. Deren Warenpalette entspricht dem Charakter des Marktes. Allerdings hätte ich mir ein paar mehr Besucher gewünscht, zumal das Wetter ideal war.

Gibt es in diesem Jahr noch eine Veranstaltung auf dem Werdauer Markt, die Sie organisieren?

Ja. Das wird eine Silvesterparty unter freiem Himmel sein, eine Premiere. Wir wollen sehen, wie das Ganze angenommen wird. Für Stimmung sorgt eine Band. Der Eintritt zu der Veranstaltung, die 19 Uhr beginnt, ist frei. Allerdings wird auf dem Markt aus Sicherheitsgründen Knallerverbot bestehen.

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