Blicke nach vorn und zurück

Einer bereitet sich auf die neue Saison vor, während ein anderer die Vergangenheit erforscht. Die eine zeigt Fotos, der andere sprüht ein Bild an die Wand.

Aaron Frieß (21), Pressesprecher des Eishockey-Zweitbundesligisten Eispiraten Crimmitschau, hat jetzt am Medienbeauftragten-Treffen der Deutschen Eishockey Liga 2 in Kaufbeuren teilgenommen. Die Veranstaltung dient der Vorbereitung auf die neue Saison. Ein Schwerpunkt war die neue Datenschutzverordnung. Die Teams wollen weiter persönliche Daten von Spielern sowie Aufnahmen aus den Stadien im Internet veröffentlichen. Dazu gab es Tipps von einem Rechtsanwalt, der per Telefonkonferenz zugeschaltet war. "Hier müssen noch Details geklärt werden, damit wir rechtlich auf der sicheren Seite sind", sagt der Crimmitschauer, der seit einem Jahr die Medienvertreter und die Fans mit Informationen versorgt. Weitere Themen waren die Zusammenarbeit zwischen den Teams und der Umgang mit Beleidigungen in Internet-Foren. "Alles in allem war es trotz der weiten Anreise ein gelungener Tag. Die Treffen laufen immer sehr entspannt und in einer angenehmen Atmosphäre ab", sagt Aaron Frieß, der übrigens nicht mehr das "Küken" unter den Pressesprechern in der Liga ist. Sein Kollege Simon Rentel aus Bad Tölz ist erst 20Jahre alt. (hof)

Heinz Paulus (79) hat in der historischen Tuchfabrik Gebr. Pfau in Crimmitschau einen Vortrag über die Geschichte der Kursächsischen Postmeilensäulen und der Königlich-Sächsischen Meilensteine gehalten. "Mit diesem Thema beschäftige ich mich als Hobbyforscher seit mehr als 40 Jahren, zumal es allein in Sachsen sehr viele Exponate gibt", sagt der in Zwickau wohnende Rentner, der einst ein Mitglied der Dresdener Forschungsgruppe Postmeilensäulen/Meilensteine war. "Angefangen hat alles in Löbau, wo von einst drei Postmeilensäulen nur noch eine existierte", erinnert sich der Forscher, für den auch das Crimmitschauer Problem mit der Wiedererrichtung einer Postmeilensäule im Stadtzentrum alles andere als unbekannt war. "Heinrich Otto vom Heimatverein hat mich mit meinem Vortrag eingeladen", sagte Paulus, der am Montagabend auch auf dieses Thema zumindest kurz eingegangen ist. (tmp)

Sandra Matthes (42) freut sich auf eine Ausstellungseröffnung am Freitag in der Pleißental-Galerie im "Haus Pleißental" in der Crimmitschauer Helmut-Bräutigam-Straße 20a. Unter dem Motto "Alltägliches im Blick" zeigen dort Mitglieder des Fotozirkels vom Verein "Vielfalt für Bürger" in Neukirchen ihre Fotoarbeiten. "Dass es diesen Verein gibt, habe ich aus der ,Freien Presse' erfahren", sagt die Leiterin des Ambulant Betreuten Wohnens für psychisch kranke Erwachsene beim Sozialteam Crimmitschau. "Ich habe Kontakt aufgenommen, mir die damalige Ausstellung des Fotozirkels im Schiedelhof angeschaut und war von den Arbeiten begeistert." Auf ihre Anfrage, ob die Neukirchener in Crimmitschau ausstellen wollen, hat Sandra Matthes umgehend eine positive Antwort bekommen. "Die Ausstellung wird um 16 Uhr eröffnet und wir freuen uns über viele Besucher." (rdl)

Rico Gruner (38) nimmt schon mal etwas auseinander, wenn er darf, wie er will - künstlerisch natürlich. Am Wochenende hat sich der Zwickauer Graffitikünstler mit zwei Kollegen das Zwickauer Stadtwappen erst vor- und dann auseinandergenommen. So entstand während der Tage der Jugend am Gebäude der Autopflege Gatzke neben dem "Alten Gasometer" eine farbige Giebelwand im Zeichen Zwickaus. "Wir hatten bei der Gestaltung freie Hand", sagt Gruner, der die drei Türme aus dem Wappen über die Wand verteilt hat, die drei Schwäne endlich fliegen lässt und auch August Horch und dem Trabi Platz eingeräumt hat. "Wir haben ohne Konzept angefangen - wir wissen, was wir können, und verstehen uns blind." Heute wird Gruner, der vorige Woche einen Graffiti-Workshop im Jugendclub "Citypoint" in Zwickau leitete, in dessen Hinterhof ein weiteres Bild sprühen. (sth)

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