Borkenkäfer "fressen" Geld für Wegebau

Im Werdauer Wald fährt der Forst dieses Jahr nur ein Schmalspurprogramm

Werdau.

Beim Wegebau wird im Werdauer Wald in diesem Jahr durch den Sachsenforst nur ein Schmalspurprogramm absolviert. "Es fehlen ganz einfach die finanziellen Mittel dafür", sagte der Leiter der Abteilung Staatsforst beim Forstbezirk Plauen, Bernd Härtel. Die wirtschaftliche Situation sei allgemein angespannt. Rund 10.000 Festmeter Wald, so viel wie die Hälfte des gesamten Jahreseinschlages, sind bisher im Werdauer Wald der Gefräßigkeit des Borkenkäfers zum Opfer gefallen. Die Aufarbeitung der befallenen Bäume, die mühsam aus dem Bestand herausgeschafft werden müssen, verursacht hohen Kostenaufwand. Hinzu kommen die Bäume, die durch mehrere Stürme in den vergangenen Monaten im Waldgebiet umgeworfen worden sind. Das zumeist minderwertige Holz lässt sich außerdem schlecht verkaufen. Die Preise auf dem Holzmarkt sind wegen des allgemeinen Überangebotes extrem niedrig. "Vor zwei Jahren haben wir für einen Festmeter 90 Euro bekommen, nun sind es um die 50 Euro. Zum Teil häckseln wir die Stämme, die dann als sogenanntes Faserholz in der Industrie Verwendung finden", sagte Bernd Härtel. Auch für den Kisten- und Palettenbau wird das Schadholz genommen. Das Hauptwegenetz imNaherholungsgebiet Werdauer Wald umfasst rund 60 Kilometer. Das zu unterhalten, sei bereits eine Herausforderung. Neue Asphaltpisten, wie sie bei Skatern und Radfahrern beliebt sind, werden nicht hinzukommen. Denn: So wenig wie möglich versiegelte Flächen, das ist ein Ziel der zertifizierten Waldbewirtschaftung.

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