Brauchtum - Kanoniere feiern "Schnapszahl"

Lichtenstein.

Die Kanoniere von der 1. Lichtensteiner Kanonierkompanie feiern in diesem Jahr eine "Schnapszahl". Schon 22 Jahre gibt es die Raubeine von der historischen Artillerie. Entstanden ist die böllerfreudige Truppe aus einem Teil des Schützenvereins. Die Kompanie besteht aus elf Kanonieren und sechs Marketenderinnen. Die haben sich die Bewahrung des Brauchtums auf die Fahne geschrieben. Dabei geht es vor allem ums Kanonenböllern und Vorderladerschießen. Beides ist richtig laut. Die Kompanie rückt natürlich immer stilecht in der Uniform des Kurfürstlich Sächsischen Feldartilleriekorps von 1756 an. Das feuerspuckende Monster ist übrigens der Nachbau einer französischen Beutekanone um 1750 samt Pulverwagen. Die Vereinsmitglieder Uwe Braune und Uwe Lippmann haben sie gebaut. Sie ist 3,20 Meter lang und 550 Kilogramm schwer - Kaliber 70 Millimeter. Natürlich werden heute nicht mehr Kugeln mit Schwarzpulver verschossen. Ihre Ladung besteht aus 240 Gramm Böllerpulver und 40 Gramm Verdämmung. (hpk)

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