Crimmitschau sucht Hilfe wegen Graffiti-Schmierereien

Die gesprayten Botschaften nehmen im Stadtgebiet überhand. Das Rathaus setzt auf aufmerksame Bürger, die etwas beobachtet haben.

Crimmitschau.

Graffitischmierereien verschandeln zunehmend das Stadtbild von Crimmitschau. Im Sahnbad und im Sahnpark, am Schützenplatz, am Rathaus, an Fassaden privater Häuser in der Innenstadt sind die Schriftzüge und Botschaften unübersehbar.

"Nachdem es im März bereits mehrere Fälle dieser Schmierereien gab, kam es in den zurückliegenden Tagen erneut zu solchen Vorfällen. Wir wollen diese Situation nicht länger hinnehmen und mithilfe der Crimmitschauer die Ermittlungsarbeit der Polizei unterstützen", sagte am Dienstag Rathaussprecherin Andrea Beres. Hoffnung setzt die Stadtverwaltung dabei auf die sogenannten "Tags", die in der Graffiti-Szene sozusagen als Unterschriften gelten. Sie stehen für einzelne Personen, die für das jeweilige Graffiti verantwortlich sind. Meist würden diese "Tags" auch im alltäglichen Gebrauch, zum Beispiel in der Schule oder privat, verwendet. "Unsere Ermittler erkennen anhand dieser Unterschriften oftmals die einzelnen Sprayer", bestätigte Christian Schünemann von der Polizeidirektion in Zwickau auf Anfrage. Ihnen dann auch das Entstehen des jeweiligen Graffitis nachzuweisen, sei aber ziemlich schwierig. Das illegale Sprühen gelte als eine Sachbeschädigung. Anders sei es, wenn Kennzeichen und Symbole verfassungswidriger Organisationen gesprayt werden. Das werde als Straftat verfolgt.


Die Stadt Crimmitschau hat bisher noch keine konkreten Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, wer für die zahlreichen Schmierereien an Fassaden in der Pleißestadt verantwortlich ist. "Wer etwas gesehen hat, sollte sich an das Ordnungsamt im Rathaus wenden", sagte Andrea Beres.

Auch in der Nachbarstadt Werdau findet man die Schmierereien an Häuserwänden. Ein besonders krasser Fall war das Besprühen des Lichtwürfels an der Bundesstraße B 175 am Ortseingang von Werdau Anfang Februar dieses Jahres. Unbekannte hatten die Installation des Langenhessener Diplomdesigners Michael Matthes mit schwarzen Farbzeichen beschmiert. Auch hier gab es bislang keine Hinweise auf den oder die Täter. Hilfe erhielt die Stadt von einer Spezialfirma aus Reinsdorf. Cliff Fichtner, Chef des Unternehmens Terra Casa, reinigte alle Seiten des Lichtwürfels kostenlos.stadt@crimmitschau.de

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