Das ist der neue Stadtrat von Werdau

Dem Stadtrat von Werdau gehören 26 Frauen und Männer an. Hinzu kommt der Oberbürgermeister. Bitter für die CDU: Sie ist nicht mehr die stärkste Fraktion.

Werdau.

Die Karten im Werdauer Stadtrat sind neu gemischt worden, die Parteienlandschaft ist bunter geworden. Neben einigen langjährigen Mitstreitern gehören dem Gremium auch Rückkehrer sowie Neulinge an. Die meisten Einbußen musste die CDU hinnehmen. War diese in der zurückliegenden Wahlperiode mit zehn Räten vertreten, so sank die Zahl auf sieben. Damit ist die CDU auch nicht mehr die stärkste Fraktion. Die Partei Die Linke verlor ebenfalls drei Sitze und ist nun mit vier Räten vertreten. Dazu gehört mit Sabine Zimmermann, die neu im Rat ist, erstmals auch eine langjährige Bundestagsabgeordnete dem Gremium an.

Die AfD schaffte auf Anhieb den Sprung in den Rat und ist dort mit vier Abgeordneten präsent. Die Freien Wähler konnten ihre drei Sitze verteidigen, ebenso die FDP ihre zwei Plätze. Auch die SPD behält ihre zwei Sitze im Parlament. Auf den beiden Stühlen sitzen jedoch zwei Neulinge, darunter mit Willi Völkel (Jahrgang 1995) der jüngste Mitstreiter im Gremium. Senior ist mit 67 Jahren Bernd Dietel von den Freien Wählern. Zu den Freien Wählern gehört mit Bernd Gerber ein ehemaliger Oberbürgermeister (1994 bis 2001). Die Unabhängige Liste konnte zwei Sitze dazugewinnen und ist nun mit drei Personen präsent. Dazu gehört unter anderem auch Michael Jacob, der in der zurückliegenden Wahlperiode noch für die SPD im Rat saß. Reichte es bei den zurückliegenden Wahlen für Bündnis 90/Die Grünen noch nicht für einen Sitz im Rathaus aus, so konnten sie dieses Mal den Sprung ins Rathaus schaffen und sind dort mit einem Vertreter präsent. Die NPD musste ihren Sitz räumen und ist nicht mehr im Rat vertreten. Neu ist ebenfalls der Zusammenschluss von FDP/Grüne/SPD und der Unabhängigen Liste zu einer gemeinsamen und damit stärksten Fraktion. Die CDU hat mit vier Frauen den höchsten weiblichen Anteil einer Fraktion im Rat.


Der Oberbürgermeister

Sören Kristensen (Unabhängige Liste/55) ist seit der politischen Wende der siebte Bürgermeister in Werdau und zugleich der fünfte Oberbürgermeister. 1997 erhielt Werdau den Status als Große Kreisstadt. Seitdem hat die Kommune auch einen Oberbürgermeister. Seit 1989 schaffte es noch kein Stadtoberhaupt in Werdau, länger als eine Wahlperiode das Amt auszuüben. Sören Kristensen, der zur Stadtratssitzung am Donnerstag in der vergangenen Woche vom Ältesten im Rat, Bernd Dietel, vereidigt wurde, hat bereits vor seinem Amtsantritt 30 Jahre lang Erfahrungen in der Kommunalpolitik sammeln können. Er gehörte unter anderem in der vergangenen Wahlperiode dem Stadtrat an und war von 1994 bis August 2001 Ortsvorsteher in seinem Heimatort Langenhessen.

Gelernt hat Sören Kristensen an der Koberbachtalsperre Stauwart und danach unter anderem als Heizer im Kfz-Werk "Ernst Grube" gearbeitet. Vor seinem Wechsel auf den Chefsessel im Werdauer Rathaus war der 55-Jährige 26 Jahre lang in der Logistikbranche tätig, davon 21 Jahre Geschäftsführer der Firma LaHeRo. Das Werdauer Unternehmen, das sich auf Spezialumzüge spezialisiert hat, gehörte in der Branche zu den bekanntesten Firmen in Deutschland und darüber hinaus. (umü)


CDU


AfD


Die Linke


Unabhängige Liste


Freie Wählergemeinschaft


FDP


SPD


Bündnis 90/Die Grünen

Bewertung des Artikels: Ø 3 Sterne bei 2 Bewertungen
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...