Der längste Tag des Jahres steht bei Liebenden hoch im Kurs

Am 20. Juni herrscht in den Standesämtern in Werdau und Crimmitschau Hochbetrieb. In Crimmitschau kann man sich vom OB trauen lassen. In Werdau hat man zwei Orte zur Auswahl.

Werdau/Crimmitschau.

Wer sich im Standesamt des Werdauer Rathauses am 20. Februar, 20. Mai oder 20. Juni das Ja-Wort geben will, hat für dieses Jahr Pech gehabt. "Diese Termine wurden schon sehr frühzeitig nachgefragt und sind auch ausgebucht", sagte Rathaussprecher André Kleber. Im Crimmitschauer Standesamt ist der 20. Juni, ein Samstag und Tag der Sommersonnenwende, ebenfalls bei den Brautpaaren sehr gefragt. "Aber auch der 6. Juni, der 1.August und der 10. Oktober gehören bei uns zu den Spitzenreitern", sagte Daniela Lange vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Die Monate Juni bis September stünden besonders hoch im Kurs, und die am meisten nachgefragten Wochentage seien Freitag und Samstag. Das ist in Werdau nicht anders. Auch da bevorzugen Liebende die Sommermonate, um sich das Jawort zu geben.

Im vergangenen Jahr trauten sich in Crimmitschau 63 Paare, in Werdau waren es 132. Im Trauzimmer des Standesamtes am Markt im Stadthaus an der Crimmitschauer Badergasse walten Corinna Erler und Leonie Julie Varadi als Standesbeamtinnen ihres Amtes. "Außerdem darf Oberbürgermeister André Raphael seit dem vorigen Jahr in seiner Funktion als Eheschließungsstandesbeamter Trauungen durchführen", sagte Daniela Lange. Was er auch schon getan hat. In Werdau finden die Trauungen im Standesamt des altehrwürdigen Rathauses statt. Aber Paare haben außerdem noch die Möglichkeit, im Herrenhaus in Fraureuth den Bund fürs Leben zu schließen. Siebenmal war das im vergangenen Jahr der Fall. "Für dieses Jahr liegen bereits sieben Anmeldungen für das Herrenhaus vor", sagte André Kleber.

Außergewöhnliche Zwischenfälle wie ein Nein vorm Standesbeamten oder ein gerissenes Kleid gab es voriges Jahr weder in Werdau noch in Crimmitschau. "Jedoch viele schöne Momente und freudestrahlende Gesichter. Nach der Trauung nutzen einige Paare den Platz vorm Rathaus, um Hochzeitsbräuche zu zelebrieren. Dies ist auch in Ordnung, jedoch haben wir die Bitte, keinen Müll zu hinterlassen", sagte André Kleber und meint damit die roten oder weißen Herzchen und anderen Hochzeitssymbole aus Plastik, die dann rund um den Markt mühsam aufgekehrt werden müssen.


Heiraten am Glückstag

Die sogenannten Schnapszahlen, das heißt Datumsangaben, die aus gleichen Ziffern bestehen, sind ebenfalls bei angehenden Ehepaaren sehr beliebt. In diesem Jahr entfallen viele auf einen Samstag. Heiraten lässt sich daher gut am 4. 4., am 6. 6., am 8. 8., 10. 10. oder auch am 12. 12. 2020. Besondere Zahlenkombinationen sind in diesem Jahr alle Tage, in deren Datum sich die Ziffern Null und Zwei wiederholen. Dazu zählt der 20. 2. - ein Donnerstag.

Neben persönlichen Jahrestagen, etwa dem Tag, an dem sich das Paar kennen oder lieben lernte, stehen allgemeine Jahrestage bei Brautpaaren hoch im Kurs. So entfällt der Weltglückstag beispielsweise auf Freitag, den 20. März. Wer soviel wie möglich vom schönsten Tag im Leben haben will, kann sich zur Sommersonnenwende am 20. Juni (Freitag), dem längsten Tag im Jahr, trauen. (cbo)

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