Dornige Schönheiten faszinieren 61-Jährigen

Die Mitglieder der Ortsgruppe Werdau und Umgebung der Deutschen Kakteengesellschaft haben eine große Vielfalt an Kakteen und Sukkulenten für die Besucher ihrer diesjährigen Schau auf- gefahren.

Fraureuth.

Obwohl die Ortsgruppe Werdau und Umgebung der Deutschen Kakteengesellschaft mit weniger als 20 Mitgliedern zu den eher kleineren ihrer Art zählt, hat sie auch in diesem Jahr wieder eine imposante Kakteenschau auf die Beine gestellt - zum nunmehr bereits 36. Mal. "Es wird zwar von Jahr zu Jahr schwieriger, aber wir möchten schon sehr gerne an dieser traditionsreichen Veranstaltung festhalten. Leider haben wir heuer einige krankheitsbedingte Ausfälle, wodurch nur sechs Aussteller anwesend sind", sagte Heidrun Netsch, Vorsitzende der Ortsgruppe. Ungeachtet davon bot die Schau im Foyer der Fraureuther Erich-Glowatzky-Halle für Kakteenliebhaber eine beeindruckende Artenvielfalt.

Zu denjenigen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, gehörte Klaus-Dieter Steinert. Der 61-jährige Mohlsdorfer entdeckte seine Liebe zu den dornigen Schönheiten bereits vor mehr als einem halben Jahrhundert. "Schuld war meine Oma, besser gesagt ihre wunderschön blühenden Blattkakteen, die es mir angetan hatten. Im Glauben, meine Großmutter würde es eh nicht merken, habe ich mir einzelne Blätter abgezwickt. Sie hat es natürlich doch mitbekommen. Eines Tages meinte sie dann, wenn mir Kakteen gefallen, sollte ich es einfach sagen, dann könnte ich welche mitnehmen. Das war der Anfang", erinnert er sich. Inzwischen verfüge er über Gewächshäuser, Frühbeete und Freiflächen, um seinem Hobby dort mit viel Begeisterung nachzugehen. Wie viele Kakteen er besitzt, kann er beim besten Willen nicht sagen. "Ich habe sie nie gezählt, weiß nur, dass bei mir trotz etwa 30 Quadratmetern Kakteenfläche immer chronischer Platzmangel herrscht." Dabei hat sich Klaus-Dieter Steinert schon frühzeitig dafür entschieden, nicht allem, was den Namen Kaktus trägt, sein Interesse zu widmen. "Wenn du alles Mögliche züchtest, verlierst du irgendwann komplett den Überblick. Deshalb beschäftige ich mich schon seit vielen Jahren nur mit der Gattung Notokaktus. Es gibt kaum jemanden, der sie hat und das trotz ihrer enormen Vielfältigkeit und der wunderschönen Blüten", sagte er.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Spezialisierung: Da es sich lediglich um eine Gattung handelt, braucht er seine Pflege auch nur auf deren Bedürfnisse abzustimmen. Das erleichtere sein ohnehin schon zeitaufwendiges Hobby.

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