Edmund Stoiber redet "Klartext"

Wahlen 2019: Der frühere CSU-Chef warb in Werdau für die Europäische Union. Erfolgreich oder nicht - auf jeden Fall wortreich.

Werdau.

Rund 200 Interessierte hatten am Dienstagabend den Weg ins "Alte Schützenhaus" in Werdau gefunden. Und ein Großteil war sicher gekommen, um Edmund Stoiber einfach mal in Aktion zu erleben. Nicht nur der ehemalige CSU-Vorsitzende war der Einladung der CDU gefolgt, auch Ministerpräsident Michael Kretschmer war da, um dem Werdauer Oberbürgermeister Stefan Czarnecki Schützenhilfe für die OB-Wahl am 26. Mai zu geben. Und um "Klartext" zu reden, wie es der Veranstalter versprach.

Den Großteil des Abends bestritt aber Edmund Stoiber. Mit weit ausholenden Gesten warb der frühere ehrenamtliche Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau für mehr Verständnis der Werdauer für die Europäische Union. "Wir sind ein fleißiges Volk mit 80 Millionen Bürgern in 16 Bundesländern, darunter zwei besondere, Bayern und Sachsen. Doch nur in der Staatengemeinschaft können wir unseren Wohlstand sichern", führte Stoiber aus. Der 77-Jährige sprach die gravierenden Veränderungen an, die unter anderem durch die drastische Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes auf die Autozulieferer, auch in der westsächsischen Region, zukommen. "Angst vor technischen Innovationen müssen wir ablegen." Auf Fragen der Bürger antwortete Stoiber zwar wortreich, aber nicht immer konkret. Michael Kretschmer betonte, dass die Lebensqualität in Dörfern und Kleinstädten steigen müsse. "Die CDU kämpft für die Entwicklung des ländlichen Raumes. Ein erster Schritt dazu ist die Verbesserung der Breitbandversorgung."

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