Ein Dorf frühstückt gemeinsam im Park

Ein Regenschauer am Sonntagmorgen hat beinahe die Pläne des Ortschaftsrates durcheinandergebracht. Doch die Ruppertsgrüner zeigten sich vom Wetter unbeeindruckt.

Ruppertsgrün.

Für Daniel und Anja Schaar aus Ruppertsgrün klingelte der Wecker am Sonntag bereits um 4 Uhr am Morgen. Dabei kann das Ehepaar, das die einzige Bäckerei im Dorf betreibt, eigentlich sonntags ausschlafen. Doch diesmal hat der Chef des Familienbetriebes ausnahmsweise in aller Frühe den Backofen angeworfen und 200 Brötchen gebacken. Bestimmt waren die für die Teilnehmer am Parkfrühstück. "Es ist doch schön, wenn im Dorf etwas los. Das unterstützen wir gern und stehen dafür auch mal etwas früher auf. Eigentlich macht uns das nichts aus. Wir sind es ja gewohnt", sagte Daniel Schaar, der sich gemeinsam mit seiner Frau im Park auch um den Verkauf kümmerte.

Einmal alle zwei Jahre treffen sich die Einwohner des Dorfes an einem Sonntagmorgen im Park gegenüber der Feuerwehr, um dort gemeinsam zu frühstücken. Das war nach der erfolgreiche Premiere 2015 in diesem Jahr das zweite Mal der Fall. "2017 hatten wir das Ganze etwas verlängert und in einen Parkbrunch umgestaltet. Doch wir wollten dieses Mal wieder zurück zu den Anfängen", sagte die Ortsvorsteherin Kristina Lingel, die die Veranstaltung gemeinsam mit der Interessengemeinschaft und der örtlichen Wehr organisierte. Dabei mussten sie und ihr Team bis 9 Uhr bangen, ob das Parkfrühstück überhaupt stattfindet. Eine Stunde vor dem geplanten Beginn fing es an zu regnen. Kurzerhand wurden vier große Pavillons aufgestellt, um den Besuchern ein paar Plätze in Trockenheit bieten zu können. Ein Mehraufwand, der sich auszahlte. Denn auch der Regen konnte eine Vielzahl von Ruppertsgrünern nicht abhalten, der Einladung des Ortschaftsrates zum Parkfrühstück zu folgen. Um die 80 Einwohner machten sich am Morgen auf den Weg in den Park, um mit der Familie oder Freunden gemeinsam das Sonntagsfrühstück zu genießen. Zu ihnen gehörte unter anderen auch Familie Neumerkel, die nur wenige Meter vom Park entfernt wohnt und das Frühstück ins Freie verlegte. Beste Stimmung herrschte auch am Tisch der Mitglieder der Feuerwehr, die vereint in gemütlicher Runde den Sonntagmorgen verbrachten.


Kurz nach 9 Uhr spielte dann auch das Wetter mit, auch wenn der Regen für einen deutlichen Besucherrückgang sorgte. "Zur Premiere hatten wir rund 200 Besucher, dieses Mal ist es ungefähr die Hälfte. Enttäuscht sind wir deshalb nicht, ganz im Gegenteil. Es hätten bei der Witterung noch weniger Besucher sein können", sagt die Ortsvorsteherin.

Die Helfer der Veranstaltung hatten dennoch alle Hände voll zu tun. Zu ihnen gehörte beispielsweise Thomas Heimpold, der sich um die Versorgung der Besucher mit frischem Kaffee kümmerte. "Wir haben 150 Tassen gekocht und die sind bis auf ein paar auch alle ausgeschenkt", sagte das Mitglied des Ortschaftsrates 60 Minuten nach Frühstücksbeginn. Auch später musste keiner der Besucher auf seinen Kaffee verzichten. "Bei Mehrbedarf können wir flexibel reagieren. Wir sind auf alles vorbereitet."

Zufrieden zeigte sich auch And- reas Grau von der Interessengemeinschaft Park. Er und seine Mitstreiter haben vor ein paar Jahren damit begonnen, den Park aus seinem Winterschlaf zu holen und dazu auch verschiedene Veranstaltungen wie das Parkfrühstück ins Leben gerufen. "Wir haben für dieses Jahr noch zwei weitere Veranstaltungen geplant. Das wird am 24. August der 3. Parkrock sein. Da werden unter anderem wieder die ,Werksfremden' mit dabei sein, dieses Mal in neuer Besetzung." Es folgt am 7. Dezember noch die Parkweihnacht.

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