Einzige Rebe umrankt das ganze Haus

Die Gartenmeisterschaft 2016 geht in die letzte Runde. Es gibt noch aussichtsreiche Kandidaten auf den Titel.

Niederalbertsdorf/Neukirchen.

Vor 20 Jahren hat Evelyn Reinhardt einen Rebstock gekauft. "Das war irgendwo in einem Baumarkt", sagt die Niederalbertsdorferin. Er wurde an die Vorderseite gepflanzt. Mittlerweile hat diese einzige, kräftige Pflanze das Haus der Familie in eine grüne Oase verwandelt, die sich jetzt so langsam aber sicher herbstlich einfärbt. "Im Frühjahr dient der Wein als Bienenweide, im Herbst als Nahrung für die Vögel, die sich die kleinen, blauen Beeren gerne holen", sagt die 63-Jährige, die auch der Laubfall im Winter nicht stört. "Dann wird es ein bisschen lichter. Aber im Sommer hält der Wein das Haus schön kühl." Ehemann Dietmar muss immer mal ran und die Fenster des Gebäudes von den Ranken freischneiden sowie die Dachrinnen säubern. Ansonsten macht die "grüne Fassade" aber wenig Arbeit. "Dass der Wein mit seinen kleinen Widerhaken den Putz angreift, stimmt auch nicht. Wenn der schon defekte Stellen hat, mag das vielleicht sein, aber ansonsten ist es nicht der Fall. Auch Insekten haben wir nicht mehr als andere in den Zimmern", sagt Evelyn Reinhardt, die ihr verwunschenes An-wesen mit vielen Kübelpflanzen noch weiter verschönert. Die ziehen allerdings jetzt alle ins Winterquartier um.

Als Erinnerung an die alte Heimat hat Ursula Salzmann vor 30 Jahren aus Torgau ein Quittenbäumchen nach Neukirchen mitgebracht. "Wir hatten immer Quitten im Garten." Nunmehr hat sich das Bäumchen zu einem stattlichen Gewächs entwickelt, sechs Meter hoch und rund neun Meter breit und ist in diesem Jahr wieder übervoll mit Quitten. "In der Verarbeitung sind die holzartigen Früchte schwierig, aber der Geschmack von Gelee und Marmelade ist wunderbar. Auch in Apfelmus mache ich die Früchte mit hinein", erzählt Ursula Salzmann. In wenigen Tagen, wenn die Quitten eine sattgelbe Farbe angenommen haben, geht es ans Ernten. "Voriges Jahr haben wir 200 Kilogramm abgenommen", sagt Lothar Salzmann. Die Früchte schaffen die Neukirchener in die Mosterei nach Langenbernsdorf, um sich später ihren Quittensaft abzuholen. Beim Ernten selbst trägt Ursula Salzmann ihren Fahrradhelm. "Wenn man die harten Dinger auf den Kopf kriegt, tut das ohne Schutz tüchtig weh", meint die Neukirchenerin schmunzelnd.

"Freie Presse" und der RHG-Baufachhandel Langenhessen suchen die Gartenmeister 2016. Wer sich um den Titel bewerben möchte, kann sich bis 15. Oktober per Telefon unter der Nummer 03761 1896 16541 oder per E-Mail melden.red.werdau@freiepresse.de

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