Eisenbahner-Elf lässt es rocken: AC/DC-Hit als Einmarschmusik

Im Stadion Zwickau steigt morgen das Achtelfinale des Fußball-Sachsenpokals zwischen dem ESV Lok und dem Chemnitzer FC. Die Marienthaler Landesklasse-Kicker sind für den großen Auftritt gerüstet.

Zwickau.

TextIn der Geschäftsstelle des ESV Lok Zwickau an der Karl-Keil-Straße ist gestern mehr Betrieb als üblich gewesen. Etliche Fußballanhänger nutzten die Gelegenheit, um sich das Ticket für den morgigen Pokalknüller zu sichern. "Der Kartenvorverkauf lief ganz gut. Wir sind sehr optimistisch, dass wir aus Zwickauer Sicht rund 600 Zuschauer zusammenbringen", sagt Lok-Präsident Roland Stangenberg. Von Chemnitz sei signalisiert worden, dass etwa 500 Fans der "Himmelblauen" kommen werden. Nach Angaben von Geschäftsführer Daniel Fugmann hat der CFC das volle Gäste-Kontingent (1000 Karten) bekommen. Er fährt heute zur Abrechnung nach Chemnitz, um die übrigen Tickets wieder mitzunehmen. Das neue Stadion lockt bestimmt einige Neugierige an.

"Jetzt steigt die Vorfreude auf das Spiel", betont Roland Stangenberg. "Wir hoffen, dass wir uns so teuer verkaufen wie wir es können." Der 61-Jährige hat als Aktiver selbst mal solch einen Pokalhöhepunkt mit- erleben dürfen: Am 12.September 1987 traf Lok Zwickau als Bezirkspokalsieger im FDGB-Pokal auf die SG Dynamo Dresden und lieferte dem Favoriten einen tollen Fight (2:4). Der Präsident kann den Spielern also Tipps mit auf den Weg geben, wie man die Sache angeht. "Ich werde mit den Jungs reden, dass es an ihnen liegt, das Spiel zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen", sagt Stangenberg. "Ziel muss es sein, so lange wie es geht, die Null zu halten. Je länger es 0:0 steht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Überraschung gelingt."

Morgen ab 13 Uhr sind die Kassenhäuschen am Stadion geöffnet. Die Imbissversorgung übernimmt Polster-Catering. Als Stadionsprecher fungiert Andreas Göttlich, der auch im Sportzentrum Marienthal die Ansagen macht. Detlef Fischer, bei FSV-Heimspielen der Mann am Mikro, leistet ihm technische Unterstützung. Natürlich will Lok als Gastgeber nicht auf seine traditionelle Einmarschmusik verzichten. Unter den Klängen von "Rock N Roll Train" (AC/DC) werden die beiden Mannschaften morgen auflaufen. Anstoß ist 14.30 Uhr. Geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Marek Nixdorf (SG Dynamo Dresden).

Die Kostenfrage, die dem Eisenbahnerverein Kopfschmerzen bereitet hatte, ist geklärt. Für Stadionmiete, professionelle Security, Ordner, Sanitäter und Reinigung stand eine Bruttosumme von zirka 34.000 Euro im Raum. "Mithilfe der Stadt ist es verträglicher gemacht worden", verrät Roland Stangenberg. "Wenn es eine ordentliche Zuschauerkulisse wird, kommen wir vielleicht sogar mit einer schwarzen Null hin."

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