Fachsimpeln, futtern, feiern

Kürschnermeister holt Gold nach Werdau. Wasserwacht-Mitglieder helfen in Dresden. Geschäftsfrau stößt mit Kunden an.

Jörn Hinze (53), Inhaber des Sportshops "Running Man" in Crimmitschau, macht durch seine Kontakte für die Bewohner aus dem Kinder- und Jugendheim der Kinderarche einiges möglich. Die jüngste Aktion: 45 Mädchen und Jungen durften an zwei Tagen im "Malibu-Dinner" in Langenhessen selbst ihre Burger zubereiten. "Im Kinder- und Jugendheim gibt es einen Kochwettbewerb, bei dem ich schon mehrfach in der Jury war. Dadurch wusste ich von der Kochbegeisterung der Kinder und Jugendlichen", sagt Jörn Hinze, der den Kontakt zu Olaf Roith vom "Malibu-Diner" hergestellt hat und am Dienstag und Mittwoch in der Mittagszeit in viele strahlende Kinderaugen schauen konnte. Für die nächsten Monate nennt er kein konkretes Projekt, was zugunsten des Kinder- und Jugendheimes in Angriff genommen werden soll. "Unterstützung wird für viele Dinge gebraucht", sagt er. (hof)

Emilia Maier (74), stellvertretende Vorsitzende des Vereins "Wolschanka" in Crimmitschau, hat zur interkulturellen Woche verschiedene Angebote im Haus der Vereine unterbreitet. Dort präsentierten sich die Folklore- und Musikgruppen. Zudem wurden die Dinge, die im Kreativzirkel entstehen, gezeigt. Die ehemalige Lehrerin freute sich über den Besuch von Mädchen und Jungen aus Deutschland und aus anderen Nationen, die sich an den Staffelspielen beteiligt haben. Zum Verein "Wolschanka" gehören rund 30 Frauen und Männer. Sie stammen unter anderem aus Russland, Kasachstan, Kirgisien und der Ukraine. Emilia Maier, die aus Russland stammt, ist mit ihrer Familie vor 15 Jahren nach Westsachsen gekommen. Der Verein "Wolschanka" hat damals den Start in der neuen Umgebung erleichtert. "Das ist auch heute noch ein wichtiges Ziel des Vereins", sagt die Frau. (hof)

Majed Aassi, Julius Schmidt, Robert Gärtner, Walid Abu Faraya und Lena Malik von der DRK-Wasserwacht Koberbachtalsperre waren fünf der insgesamt zwölf Helfer, die beim Tag der Deutschen Einheit in Dresden im Einsatz waren. Die Mitglieder der Ortsgruppe des Kreisverbandes Zwickauer Land hatten die Ehre, auf der Blaulichtmeile das Leistungsspektrum der Wasserwacht Sachsen zu präsentieren und um neue Mitstreiter zu werben. Nur wenige Meter vom Elbufer entfernt, wurde die Einsatztechnik der Ortsgruppe gezeigt. "Besondere Höhepunkte waren persönliche Gespräche mit der Sozialministerin Barbara Klepsch und mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière", sagte der Leiter der Wasserwacht, André Kleber. Der Minister interessierte sich für die erfolgreiche Integration ausländischer Mitglieder in die Reihen der Ehrenamtlichen. In der hiesigen Wasserwacht sind Helfer aus vier Nationen aktiv. (rdl)

Simone Wittig (49), Inhaberin eines Crimmitschauer Modegeschäftes in der Herrengasse, hat morgen doppelten Grund zum Feiern. Zum einen besteht ihr "Modehaus Kellermeyer" seit 70 Jahren, zum anderen blickt sie auf 20 Jahre Selbstständigkeit zurück. "Aus diesem Anlass habe ich Kunden und Freunde eingeladen, um mit uns zu anzustoßen", sagt die Crimmitschauerin. Über den Tag gibt es mehrere Modenschauen. Simone Wittig hat sich seit vorigem Jahr mit der Veranstaltung "Nachts im Museum..." einen Namen gemacht, bei der in der Tuchfabrik Gebr. Pfau aktuelle Trends sowie dazugehörige Accessoires gezeigt wurden. In den bisher zwei Ausgaben der Show waren jeweils um die 250 Gäste dabei. (tmp)

Stefan Ratzer (53) hat in seinem Unternehmen in Niederalbertsdorf Besuch von der Feuerwehr bekommen. Die beiden Verantwortlichen der Kreisjugendfeuerwehren des Zwickauer und des Chemnitzer Landes, Enrico Stritzl und Philipp Rauschenbach, wollten für die Unterstützung zur "Megaübung" des Feuerwehrnachwuchses im Juni auf seinem Betriebsgelände Danke sagen. "Wenn der Umfang der Übung nicht noch größer wird, können die Jugendfeuerwehren gerne wiederkommen", sagt der Geschäftsmann. Immerhin bevölkerten während der Übung knapp 600 junge Feuerwehrleute das Areal an der Hauptstraße. "Die Jugendfeuerwehr hatte bei mir schon einmal geübt, einmal musste die Feuerwehr aber auch ein Feuer löschen", erzählte Stefan Ratzer. Zur Erinnerung an die "Megaübung" hängt jetzt eine Fotocollage im Büro des Unternehmens. (tmp)

Jürgen Förster (62) hat beim Internationalen Design-Wettbewerb des Deutschen Kürschnerhandwerks in München eine Goldmedaille geholt. Der Kürschnermeister, der auch Obermeister der sächsischen Innung ist, konnte sich in einem 30-Teilnehmer-Feld innerhalb der Kategorie "Vintage" bestens behauptet. Einen "alten Persianer-Mantel von der Oma" hat der Werdauer Fachmann in einen modernen Gehrock mit Leder und mit verschiedenen schönen Details verwandelt. "Umarbeitungen sind ein großes Thema in unserer Branche. So kommen alte Pelze wieder zu Ehren, werden ganz neue Stücke mit hohem Tragekomfort", sagt der Meister, der in seinem Fachgeschäft in Werdau viele gute Beispiele für diesen Trend vorweisen kann. (rdl)

Christoph Scheurer, Landrat des Landkreises Zwickau, begeht heute seinen 60. Geburtstag. Gefeiert wird mit geladenen Gästen am Vormittag im Schloss Waldenburg und später mit der Familie ganz privat. Christoph Scheurer ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Diplommathematiker und Doktor rer. nat. wohnt in Glauchau und ist Mitglied der CDU. Nach der ersten Gebietsreform im Freistaat wurde Christoph Scheurer zum Landrat des Landkreises Glauchau gewählt. 1994 erfolgte eine erneute Gebietsreform, bei der die Landkreise Chemnitz, Glauchau und Hohenstein-Ernstthal zum Landkreis Chemnitzer Land fusionierten. Dessen Landrat war ebenfalls Christoph Scheurer. 2008, der jüngsten Verwaltungsreform in Sachsen, vereinten sich die Landkreise Chemnitzer Land sowie Zwickau Land und die bis dahin kreisfreie Stadt Zwickau zum Landkreis Zwickau. In den zum Kreis gehörenden 33 Städten leben 324.000 Menschen. Chef der Verwaltung ist wiederum Christoph Scheurer. (umü)

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