Fachwerkhaus wird zum Museumsdepot umgestaltet

Erneut fließen in den Umbau des historischen Gebäudes 100.000 Euro. Abgeschlossen ist die Sanierung damit nicht.

Werdau.

Im Fachwerkhaus an der Holzstraße in Werdau haben seit Beginn der Woche die Handwerker das Sagen. Bis Ende April kommenden Jahres soll die geplante Teilsanierung des historischen Gebäudes abgeschlossen sein. Zu den Vorhaben im zweiten Abschnitt gehören die Wiederherstellung der Tragfähigkeit der Decke über dem Erdgeschoss, der Abbruch von nicht tragenden Zwischenwänden im Ober- geschoss, die komplette Erneuerung des Dielenfußbodens in der oberen Etage sowie der Einbau einer Bodendämmung auf dem Fußboden im Dachgeschoss. Außerdem soll der Innenputz im Erdgeschoss sowie in der oberen Etage, die Elektro- und Heizungsinstallation erneuert werden. An Kosten sind dafür insgesamt rund 100.000 Euro vorgesehen. Davon werden 59.600 Euro aus dem Kulturraum Vogtland-Zwickau gefördert. Die Stadt, Eigentümerin des Fachwerkhauses, trägt den Eigen- anteil von 40.400 Euro.

Mit der Sanierung des Gebäudes wurde bereits im Vorjahr begonnen. Zu den Arbeiten im ersten Bauabschnitt gehörten unter anderem der Einbau einer Bodenplatte im Erdgeschoss, die Abdichtung des Fußbodens, die Trockenlegung des Gebäudes und eine Wärmedämmung. Die Kosten dafür beliefen sich ebenfalls auf rund 100.000 Euro. Auch 2017 erhielt die Kommune einen Zuschuss durch den Kulturraum. Der betrug im Vorjahr 54.000 Euro. Allerdings ist die Bereitstellung der Fördermittel aus dem Kulturraum mit einer Auflage verbunden. Die Stadt Werdau muss das Gebäude künftig als Lager für das Museum nutzen. Dessen Depot befindet sich derzeit noch in der ehemaligen Schule in Steinpleis. Für die Mitarbeiter des Stadt- und Dampfmaschinenmuseums heißt das, zwischen beiden Standorten zu pendeln. "Mit einer Zentralisierung des gesamten Museumsgutes am Komplex Holzstraße wird eine wirtschaftliche und effektive Lösung gefunden", sagte der Fachbereichs- leiter für Bau und Stadtentwicklung, Karsten Piehler, bereits vor Beginn der Maßnahme.

Mit den Arbeiten im zweiten Bauabschnitt ist die Teilsanierung noch nicht abgeschlossen. "Die noch notwendigen Arbeiten im nördlichen Gebäudebereich einschließlich der Aufarbeitung der beiden Außentüren sind in den Jahren 2019/2020 geplant", sagt die Fachbereichsleiterin Finanzen im Rathaus, Birgit Pallas.

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