Fehlalarme sind ein großes Problem

Die Freiwillige Feuerwehr Langenhessen hat Bilanz für das Jahr 2019 gezogen. Mit 48 Einsätzen haben die 31Kameraden so viele absolviert wie noch nie.

Langenhessen.

Zu 48 Einsätzen wurden die vier Frauen und 27 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Langenhessen im vergangenen Jahr alarmiert. "Das ist für unsere Ortsfeuerwehr einsatztechnisch ein neuer Rekord, wobei der August mit 14 Einsätzen der einsatzreichste Monat war", sagte Wehrleiter Hendrik Meyer auf der Jahreshauptversammlung der Brandschützer aus dem Werdauer Ortsteil. Dabei waren im vergangenen Jahr sogenannte technische Hilfeleistungen mit 26 Einsätzen in der Überzahl. Achtmal wurden die Feuerwehrleute zu Überschwemmungen gerufen, fünfmal zu Sturmschäden. "Nach einem Starkregen im August stand auch unser Gerätehaus mehr oder weniger unter Wasser", erinnert sich der 39-Jährige.

Brände mussten die Langenhessener 2019 insgesamt acht löschen. Dabei wurde die Wehr beispielsweise zu einem Feuer einer Gartenlaube in Werdau gerufen. Weitere Einsätze verursachten unter anderem ein Heckenbrand an der Koberbachtalsperre und ein Wiesenbrand nach einem Blitzeinschlag. "Bei allen Einsätzen wurde deutlich, dass eine gute Ausbildung wichtig ist", betonte Meyer auch mit Blick auf die mehr als 1400 Stunden der sogenannten Standortausbildung. Dazu kamen noch 277 Stunden der Kreisausbildung.

Ein großes Problem sind nach wie vor die Fehlalarmierungen, von denen die Langenhessener letztes Jahr immerhin ein Dutzend auf dem Konto hatten. Neunmal löste eine Brandmeldeanlage den Alarm aus, zweimal waren es blinde Alarme, und einmal wurde die Wehr böswillig in die Spur geschickt. "Zu Fehlalarmen hatten wir im Dezember ein Treffen mit einem Kollegen der Zwickauer Berufsfeuerwehr", sagte Hendrik Meyer, der in diesem Bereich auf eine Besserung hofft.

Neben den Einsätzen und Ausbildungsstunden stand bei den Lan-genhessener Feuerwehrleuten im vorigen Jahr auch wieder die Geselligkeit auf der Tagesordnung. So luden sie wieder zum Maibaumsetzen ans Gerätehaus ein, unterstützten den örtlichen Kindergarten und trafen sich mehrmals mit den benachbarten Bogenschützen. Mit Mitgliedern des Feuerwehrvereins ging es auf eine Radtour durch den Werdauer Wald, am Reformationstag wurde der Gruselumzug des Dorfclubs begleitet. "Und mithilfe der Kameraden konnte von uns der höchste Tannenbaum der Region aufgebaut werden", sagte Hendrik Meyer mit einem Augenzwinkern.


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