Feuerwehr erhält neues Domizil

Der Crimmitschauer Stadtrat hat den Bau eines Gerätehauses für die Langenreinsdorfer Retter beschlossen.

Langenreinsdorf.

Die Bedingungen für die 35 Einsatzkräfte aus der Ortsfeuerwehr in Langenreinsdorf sollen sich deutlich verbessern. Die nächste Hürde für die Investitionen ist übersprungen: Die Stadträte von Crimmitschau fassten einen Baubeschluss für das 735.000 Euro teure Projekt. "Das ist ein wichtiger Schritt. Richtig emotional wird es für uns bestimmt beim ersten Spatenstich und beim Baubeginn", sagt Ortswehrleiter Armin Thümmler. Ortsvorsteher Lutz Baumgärtel (FDP) freut sich über die Lösung: "Damit wird das Ortszentrum von Langenreinsdorf gestärkt." Das Vorhaben soll mit städtischen Mitteln (485.000 Euro) und Fördergeldern (250.000 Euro) umgesetzt werden. Wofür wird das Geld verwendet?

Grundstückskauf: Die Stadtverwaltung erwirbt ein rund 1000 Quadratmeter großes Grundstück an der Ecke von Rudelswalder Straße und Hauptstraße. Dabei handelt es sich um die Fläche, die zwischen 1960 und 1993 als Festplatz genutzt wurde. Dort soll das Gerätehaus mit dem Sanitärtrakt entstehen. Der Kaufpreis beträgt rund 16.000 Euro. Die Nebenkosten für Vermessung und Notar werden auf rund 14.000 Euro beziffert. Zudem rechnet die Stadt mit Ausgaben von 90.000 Euro für die Verlegung von Medienleitungen und die Geländeregulierung.


Neubau: In das Gerätehaus passt ein Löschgruppenfahrzeug mit einem Schlauchhänger. Die Fahrzeughalle wird so dimensioniert, dass sie von größeren Fahrzeugen der Folgegenerationen noch genutzt werden kann. Sie wird nur frostfrei gehalten. Die Zufahrt ist von der Hauptstraße aus geplant. Im Sanitärtrakt sollen Wasch- und Duschgelegenheiten, Toiletten und Umkleiden entstehen - getrennt für Frauen und Männer aus der Einsatzabteilung. Eine Gastherme sorgt für Heizung und Warmwasser. Vor dem Gebäude entstehen zwölf Parkplätze. Die Kosten belaufen sich auf 511.500 Euro.

Umbau Gasthof: Die Ortsfeuerwehr kann künftig einen Teil des ehemaligen Gasthofes "Weißer Schwan" nutzen. Für den Umbau stehen 103.500 Euro zur Verfügung. Küche, Gaststätte und Versammlungsraum sollen für die Nutzung durch die Brandschützer umgebaut werden. Die Pläne sehen unter anderem einen 56 Quadratmeter großen Schulungsraum, ein 28 Quadratmeter großes Domizil für die Jugendfeuerwehr, ein Büro für den Ortswehrleiter und ein Lager vor. Dabei ist eine Trennung zwischen Ortsfeuerwehr und Dorfclub, der weitere Teile des Gebäudes nutzt, geplant.

Zeitplan: Die Realisierung ist innerhalb von drei Jahren geplant. 2019 sollen das Grundstück gekauft und die Planungen abgeschlossen werden. Die Arbeiten für das Gerätehaus und den Umbau des Gasthofes beginnen 2020. Die Fertigstellung ist 2021 geplant.

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