Feuerwehr: Standortsuche für Neubau läuft auf Hochtouren

Dass ein modernes Gerätehaus für die Werdauer Kameraden gebaut werden soll, ist beschlossene Sache. Die Frage ist jetzt, wo sich diese Einsatzstelle befinden wird.

Werdau.

Rund 6000 Quadratmeter groß, zentral in Werdau gelegen und für die meisten Feuerwehrleute gut erreichbar - das sind drei der Kriterien für das Grundstück, auf dem ein neues Feuerwehrgerätehaus für Werdau gebaut werden soll.

"Am Anfang hatten wir zehn Grundstücke in der Betrachtung, jetzt sind es noch drei", sagte der Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste), der sich darüber in der vorigen Woche auch mit dem Gemeindefeuerwehrausschuss verständigt hat. Er hat die Hoffnung, dass im Frühjahr kommenden Jahres die Standortsuche ad acta gelegt werden und die weitere Planung angegangen werden kann. "Wir sind in kurzer Zeit auf einem guten Weg", schätzte Kristensen ein. Rund 4 Millionen Euro wird dieser Neubau kosten. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss über das Vorhaben hat der Stadtrat Werdau im April einstimmig gefasst.

Henning Tröger, Vorsitzender des Gemeindefeuerwehrausschusses und Werdauer Gemeindewehrleiter, hält einen Baubeginn vor dem Jahr 2023 für nicht realistisch. "Vor allem muss das Grundstück die für einen Gerätehausneubau geforderten Normen erfüllen." Es sei auch aus seiner Sicht sinnlos, einen Neubau nach Werdau-Süd zu setzen. "Da wohnen die wenigsten unserer Kameraden." Wichtig ist für den Feuerwehrchef auch, dass das neue Haus nicht zu klein gebaut wird. "Nicht, dass wir in zehn Jahren wieder anfangen."

Der Debatte um einen Neubau waren eine von der Stadt Werdau beauftragte Studie und eine Diskussion mit den Wehrleuten vorausgegangen. Zwei Varianten wurden untersucht: der Ausbau des bestehenden unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes an der Sankt-Florian-Straße in Werdau zu einem modernen Haus und ein Neubau auf der grünen Wiese. Stadt, Gemeindewehrleitung und Ortswehrleitung plädierten einmütig für ein neues Haus.

In der Gemeindefeuerwehr Werdau mit ihren fünf Ortwehren sind derzeit 150 Frauen und Männer aktiv für die Sicherheit der Einwohner im Einsatz. Rund 80 Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr.


In Langenreinsdorf drehen sich schon die Bagger

Während in Werdau die Suche nach einem passenden Standort für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses noch läuft, drehen sich im Crimmitschauer Ortsteil Langenreinsdorf schon die Bagger. Hier fand am 20. September der erste Spatenstich statt. Momentan kümmert sich eine Baufirma aus Langenreinsdorf um Baufeldfreimachung, Grobprofilierung und Zufahrt. Die Erdarbeiten dauern bis Ende November an. Die Kostenfür das Projekt werden auf 735.000 Euro beziffert. Davon kommen 485.000 Euro aus dem städtischen Haushalt. 250.000 Euro fließen - verteilt auf mehrere Jahresscheiben - aus den Fördertöpfen des Freistaates.

Der Neubau entsteht auf einem Grundstück, welches sich an der Ecke von Rudelswalder Straße und Hauptstraße befindet. Zudem nutzt die Ortsfeuerwehr künftig einen Teil der Räume des ehemaligen Gasthofes "Weißer Schwan", wo Schulungs- und Lagerräume entstehen. Das Vorhaben soll bis 2021 abgeschlossen werden. Seit Anfang 2017 wurde unter anderem mit Ortschaftsrat und Ortsfeuerwehr über den Standort für den Neubau und die Aufteilung der Räume diskutiert. (hof)

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