Feuerwehrleute bauen Wassersperre

Für einen angenommenen Brand im Landschulzentrum probten die Wehren von Neukirchen, Dänkritz und Lauterbach ihr Zusammenspiel.

Neukirchen.

Ein Brand im Landschulzentrum Neukirchen: Das war die Ausgangslage für eine Feuerwehrübung der Kameraden von Dänkritz, Neukirchen und Lauterbach, die am Freitagabend stattfand.

Punkt eins der taktischen Ausbildung war die Wasserentnahme aus der Pleiße. Hier galt es festzustellen, wie und wo die Wassersperre eingebracht wird, wie viel Tragkraftspritzen sich hier positionieren lassen, und wie viel Schlauchleitung bis zum Einsatzort Landschulzentrum man benötigt. Punkt zwei galt dem Schwerpunkt Landschulzentrum. Dort wurden alle anwesenden Kameraden in die Funktion der im Februar in Betrieb genommenen Brandmeldeanlage eingewiesen. Wie komme ich an den Schlüssel, um in das Schulgebäude zu gelangen? Welcher Rauchmelder in welchem Bereich der Schule hat den Alarm ausgelöst? Welche Laufkarte benötige ich, um an den Brandherd zu gelangen?


Für den Neukirchener Ortswehrleiter Daniel Tautenhahn, der diese Einsatzübung leitete, war das besonders wichtig, da sich in dem Areal neben der Schule auch bald noch das Altenpflegeheim des DRK befinden wird, in dem auf engstem Raum viele Menschen beieinander sind.

Die drei Ortswehren möchten in Zukunft mehr an Schwerpunkten in Neukirchen, Dänkritz und Lauterbach üben. Dazu gehört, dass die Kameraden aller drei Wehren auch die technische Ausrüstung einer jeden Wehr kennen und auch damit umzugehen verstehen, da es typ- mäßige Unterschiede in der Ausstattung auf den Autos gibt.

"Bei derartigen Übungen ist es wichtig, alles in Ruhe zu machen. Erst überlegen, dann abwägen und handeln", sagte Daniel Tautenhahn. Dabei sei es wichtig, die unterschiedlichen Auffassungen der Kameraden zu hören und die beste Lösung festzuhalten. Das beste Beispiel dafür sei am Freitag das Auslegen der Wassersperre in der Pleiße gewesen. Mit einem Wasserstand von knapp 18 Zentimetern - üblich sind in der Regel 30 Zentimeter - ist diese im vergangenen Jahr gemachte Neuanschaffung Gold wert. Wie weit sollte die Sperre am rechten Ufer noch nach oben gezogen werden, um sicher zu halten`? Sie war nicht weit genug auf die Böschung gelegt, sodass die Sperre dem Wasserdruck bei einer Höhe von fast 60 Zentimetern - so hoch kann man das Wasser anstauen, um eine volle Funktionsfähigkeit der Tragkraftspritzen auch zu gewährleisten - nicht mehr stand hielt und regelrecht in Flussrichtung absackte.

"Solche Erfahrungen kann man nur ohne Stress und Stoppuhr sammeln", machte Daniel Tautenhahn deutlich. In der Auswertung der Einsatzübung gab es von den Ortswehrleitern aus Dänkritz und Lauterbach ebenfalls noch Anregungen.

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