Feuerwehrteam trainiert hart für den großen Wettkampf 2020

Als Sachsens Vizemeister hat sich das Wettkampfteam aus Angehörigen der Feuerwehren von Niederalbertsdorf und Langenbernsdorf für die deutschen Meisterschaften qualifiziert.

Niederalbertsdorf.

Obwohl die deutschen Meisterschaften im Löschangriff Nass - der Königsdisziplin im Feuerwehrsport - erst 2020 ausgetragen werden, trainiert das Wettkampfteam Niederalbertsdorf/Langenbernsdorf schon jetzt jede Woche. Auf dem Sportplatz in Langenbernsdorf proben sie alle Abläufe bis ins Detail, feilen an jedem Handgriff und kämpfen um jede Sekunde. "Das muss sein, denn bei den Meisterschaften, die diesmal in Bad Frankenhausen ausgetragen werden, stehen die bundesweit Besten auf der Matte, um den Titel zu erringen", sagte Mannschaftsleiter Sören Jahn.

Ganz unbeleckt sind die Westsachsen in Sachen Wettkämpfe nicht. Jedes Jahr nehmen sie an mehreren teil und mischen oft ganz vorne mit. Auch für einen Start bei den deutschen Meisterschaften hat es schon gereicht. Allerdings noch nicht mit dem erhofften Erfolg. So landeten sie 2016 in Rostock "nur" auf einem Platz im Mittelfeld. "Für 2020 haben wir uns vorgenommen, deutlich besser abzuschneiden. Unser Ziel ist es, unter die zehn Besten zu kommen", so der 34-Jährige. Er ist sich darüber im Klaren, dass das nicht leicht wird. Einerseits wegen der hochkarätigen Konkurrenz, andererseits wegen des Umstands, dass die Technik vom Veranstalter gestellt wird. "Mit den eigenen Gerätschaften ist man immer besser vertraut. Trotzdem halte ich diese Regelung für völlig in Ordnung, denn dadurch hat jede Mannschaft die gleichen Grundvoraussetzungen", schätzte Jahn ein. Der Rest sei Routine, manchmal auch ein wenig Glück. Auf das Letztere wollen sie sich nicht allzu sehr verlassen. Daher auch die gemischte Truppe. "Alle sieben Kameraden sollten körperlich fit sein und etwa der gleichen Altersgruppe angehören. In einem relativ kleinen Ort wie Niederalbertsdorf so eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, ist schwierig. Daher freuen wir uns über die Verstärkung aus Langenbernsdorf. Seit fünf Jahren sind wir ein super funktionierendes Team, in dem sich jeder auf den anderen verlassen kann", so der Mannschaftsleiter.


Der Niederalbertsdorfer Ortswehrleiter Silvere Opitz ist nicht nur stolz auf die Wettkampftruppe, er kann auch die Leistung der Feuerwehrsportler einschätzen. "Ich war damals selbst mit dabei, als vor etwa 15 Jahren die erste Mannschaft aus der Taufe gehoben wurde. Das Ganze ist mit der Zeit gewachsen und hat jetzt ein sehr anspruchsvolles Niveau erreicht. Die Jungs können eine Menge Erfolge vorweisen und sind wirklich mit Begeisterung bei der Sache", sagte der 37-Jährige. Die Wertungsläufe auf der knapp 100 Meter langen Wettkampfstrecke absolvieren versierte Teams in weniger als 30 Sekunden. Loslaufen, Wasserentnahme herstellen, Schläuche ausrollen, Kupplungsverbindungen bilden und dann aus fünf Meter Abstand mit dem Wasserstrahl eine Zielscheibe anvisieren. Die Aufgabe ist erst erfüllt, wenn die Behälter hinter der fünf Zentimeter großen Öffnung in den Scheiben von beiden Angriffstrupps mit je zehn Liter Wasser gefüllt sind.

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