Finanzplan: Was leistet sich Crimmitschau in diesem Jahr?

Die Palette der Ausgaben reicht von der Kreisumlage bis zur Erneuerung von Spielplätzen. Als große Kostenstelle gelten mit 7 Millionen Euro die Personalausgaben.

Crimmitschau.

Circa 35 Millionen Euro gibt die Stadtverwaltung in Crimmitschau in diesem Jahr aus. Der Stadtrat hat dem Haushaltsplan zugestimmt. Das Zahlenwerk liegt momentan zur Prüfung im Amt für Kommunalaufsicht des Landkreises Zwickau. Mit einer Entscheidung wird bis 24. April gerechnet. Wofür gibt Crimmitschau das Geld aus? Umlagen: Einen Teil der Einnahmen muss die Stadt wieder abgeben. Sie überweist in diesem Jahr rund 6,9 Millionen Euro als Kreisumlage an den Landkreis Zwickau. Zudem werden 455.000 Euro als Gewerbesteuerumlage an Bund und Freistaat weitergereicht. Die Ausgaben kann dieStadtnichtbeeinflussen. Personalkosten: 7.137.835 Euro fallen an Personalkosten an. Sie machen rund 20 Prozent der Gesamtaufwendungen im Haushalt aus. Zum Vergleich: 2017 beliefen sich die Personalkosten auf 6,2 Millionen Euro, 2018 waren es 6,9 Millionen Euro. Der Kostenanstieg wird im Vorbericht des Haushaltsplanes unter anderem mit der Tarifsteigerung für Angestellte und den Neueinstellungen für Tiergehege und Baubetriebshofbegründet. Zuschüsse: Zwei Museen erhalten eine Finanzspritze aus der Stadtkasse. An den Landkreis Zwickau fließen 102.000 Euro für die Betreibung des Deutschen Landwirtschaftsmuseums im Ortsteil Blankenhain. Der Zweckverband Sächsisches Industriemuseum bekommt 131.000 Euro für die Bewirtschaftung der Tuchfabrik Gebrüder Pfau. Der Zuschuss fällt 2019 und 2020 durch die bevorstehende Landesausstellung höher als in der Vergangenheit aus. Die Unterstützung für die Tuchfabrik ist normalerweise auf 75.000 EuroproJahrfestgeschrieben. Tiefbauprojekte: Mehrere Straßen erhalten eine Frischekur. Im Finanzplan tauchen unter anderem die Sanierung der Friedrich-August-Straße mit knapp einer Million Euro und der nächste Bauabschnitt in der Wilhelm-Stolle-Siedlung mit 340.000 Euro auf. Die Deckensanierung an der Glauchauer Landstraße geht weiter. Dafür vergibt der Stadtrat am morgigen Donnerstag den Auftrag an eine Baufirma. Die Kosten für die Sicherung der Böschung an der Zeitzer Straße werden auf 154.000 Euro beziffert. Sanierung: Die Handwerker kommen in verschiedenen städtischen Gebäuden zum Einsatz. Zu den Schwerpunkten gehören die Sanierungsmaßnahmen an der Grundschule in Frankenhausen, an der Sahnschule und am Julius-Motteler-Gymnasium (Haus Lindenstraße). Für die Erneuerung von Dach und Fassade im Theater stehen 350.000 Euro zur Verfügung. Weitere 350.000 Euro werden für die Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen im Rathaus benötigt. Zudem ist die erste von drei Jahresscheiben für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Langenreinsdorf eingestellt-mit94.000Euro. Die Fertigstellung ist bis 2021 geplant. Gutachten: Die Stadtverwaltung holt sich bei verschiedenen Projekten die Unterstützung von Fachleuten. 319.000 Euro stehen für Planungs-, Sachverständigen- und Gutachterkosten zur Verfügung. Ein Schwerpunkt sind die Zuschüsse an die Sanierungsträger. 2019 sollen laut Finanzplan auch 25.500 Euro für die Erarbeitung einer Stellenbewertungausgegebenwerden. Spielplätze: Für das Tobeareal im Ortsteil Blankenhain müssen neue Spielgeräte angeschafft werden. 45.000 Euro stehen dafür im Haushaltsplan. Die Stadt hofft auf Zuschüsse aus dem Leader-Programm zur Stärkung des ländlichen Raumes. Der Spielplatz ist momentan gesperrt. Für die Erneuerung und den Austausch von weiteren Spielgeräten stehen 15.000 Euro zur Verfügung. Die Ausstattung am Schützenplatz, der sich zu einem beliebten Treffpunkt in der Nordstadt entwickelt hat, kann für 51.000 Euro erweitert werden.

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