Fördergelder für Schocken

Fast zwei Jahrzehnte lang stand das ehemalige Kaufhaus im Bauhaus-Stil an der Crimmitschauer Badergasse leer. Nun soll wieder Leben einziehen.

Crimmitschau.

Nach jahrelangem Leerstand werden jetzt die beiden Warenhäuser des ehemaligen westsächsischen Einzelhandelskonzerns Schocken in Zwickau und Crimmitschau saniert und einer modernen Nutzung zugeführt. Der Bund und beide Kommunen konnten sich nach langen Verhandlungen auf ein zukunftsweisendes Maßnahmenkonzept verständigen.

Die seit 1999 leerstehende Immobilie in direkter Innenstadtlage in Crimmitschau soll denkmalgerecht saniert werden. Investoren planen Handel und Gastronomie im Erdgeschoss, Büros in der ersten Etage und Loft-Wohnungen in den beiden oberen Etagen. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 5,2 Millionen Euro. Förderfähig im Rahmen des Städtebaus sind 3,9 Millionen. Davon übernimmt der Bund im Rahmen des Förderprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" zwei Drittel der Summe. Auf den Projektaufruf 2018/19 des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat sind 118 Anträge von Städten und Gemeinden eingegangen, unter denen eine Expertenjury 35 Projekte zur Förderung auswählte, davon vier in Sachsen. Die Stadt Crimmitschau erhält zur Revitalisierung des Kaufhauses Schocken aus dem Programm 2,59 Millionen Euro.


Die Stadt selbst steuert 1,3 Millionen Euro bei. Bei der Diskussion über den Haushaltsplan der Kommune Ende März hatte es Kritik von Stadträten an der Finanzspritze für das Schocken-Projekt gegeben, weil ein privater Investor zwei Drittel der benötigten Mittel aus öffentlichen Töpfen bekommen soll.

Das am 15. November 1928 eröffnete Kaufhaus erlebte mehrere Eigentümer- und Namenswechsel. Nach der Wende übernahm die Kaufring AG das Warenhaus. Unter dem Namen "ZACK, das Kaufhaus" schloss es am 4. September 1999. Seitdem steht es leer. (tc/hof)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...