Fördermittel machen Weg für Gratis-Konzerte frei

Der Landkreis Zwickau hat im letzten Jahr einen Zuschuss von 35.745 Euro an Kulturvereine ausgereicht. Über die Unterstützung freut sich auch ein Ensemble aus Werdau.

Werdau.

Für vier Veranstaltungen hat das Collegium Musicum aus Werdau im letzten Jahr die Kultur-Fördertöpfe des Landkreises Zwickau angezapft. Das Laienorchester erhielt einen Zuschuss von 3800 Euro. Damit konnten unter anderem die Konzerte zur Passionszeit, die Aufführung der "Schulmeister-Kantate" und des Singspiels "Die beiden Pädagogen" sowie das Projekt "Mozart - fränkische Theaterkunst und Musizierfreude aus Sachsen" unterstützt werden. Zudem gab es eine Finanzspritze für die Premiere der Veranstaltung "Mozart an der Kober" im Werdauer Ortsteil Langenhessen.

Die Fördermittel aus dem Kreis-Etat gelten für das Collegium Musicum als Lebensversicherung. "Wir verzichten bei einem Großteil unserer Konzerte auf Eintritt, um auch Familien mit Kindern für die Musik begeistern zu können. Das ist nur durch die Projektförderung des Landkreises möglich", sagt Heike Angermann, die sich im Collegium Musicum um organisatorische Dinge kümmert. Sie macht deutlich, dass der Verein auch ein Honorar an die Solisten zahlt, die oft von den Musikhochschulen in Leipzig oder Dresden kommen. "Sie sollen eine faire Gage bekommen", sagt Angermann.

Das Collegium Musicum gehört zu den 30 Vereinen und Einrichtungen, die eine Unterstützung über die Kulturförderrichtlinie des Landkreises Zwickau erhalten. Im vergangenen Jahr wurden 35.745 Euro verteilt, informierte Dezernent Frank Schubert am Mittwochabend zur Sitzung des Bildungs- und Kulturausschusses im Verwaltungszentrum in Werdau. Mit einem Zuschuss von jeweils 1000 Euro konnten unter anderem die Ausstellung "DDR-Opposition und Zivilcourage heute" im Martin-Luther-King-Zentrum in Werdau, die Crimmitschauer Kirchenmusiken, die Parkkunst im Grünfelder Park in Waldenburg, die Sommerkunstwerkstatt im Schloss in Glauchau und das Osterfest im Tierpark in Hirschfeld unterstützt werden. Nur zwei Anträge, die 2019 eingereicht wurden, fanden keine Berücksichtigung. Dabei handelt es sich um ein Zirkuscamp im historischen Dorf in Zwickau und um die Beatles-Fanconvention in Glauchau. Im Haushaltsplan standen 40.000 Euro für kulturelle Projekte zur Verfügung. Der Betrag wurde - wie schon in den Vorjahren - nicht komplett ausgeschöpft.


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