Frauenpower und Freudentränen

Eine Rückkehrerin leitet jetzt ein Crimmitschauer Unternehmen. Ein Künstler aus Crimmitschau begeistert in der Nachbarstadt Zwickau. Werdauer Hospiz-Team freut sich über riesige Spendenbereitschaft.

André Raphael (57/CDU), Oberbürgermeister von Crimmitschau, hat sich mit drei Kino-Gutscheinen im Wert von jeweils 25 Euro für das Engagement von drei jungen Leuten bedankt. Julie Heuer, Roger Philipp und Jan Köhler waren vor wenigen Tagen - gemeinsam mit ihren Eltern - in das Rathaus eingeladen. Der Grund: Fast täglich befreien die Schüler den Friedenspark von Müll und Unrat. Die Idee wuchs nach und nach, als sie zum Spielen in den Park gingen und immer wieder sahen, dass Müll unachtsam zurück gelassen wurde. "Ich freue mich über jeden, der einen Beitrag für unsere Stadt leistet und mit gutem Beispiel voran geht", sagt der Stadtchef. (hof)


Maike Gruschwitz (39) hat als Werkleiterin die Verantwortung für den Standort der Firma Wirthwein im Gewerbegebiet in Crimmitschau übernommen. Sie kehrte nach ihrer Promotion zum Doktor an der Universität Hohenheim nun in ihre westsächsische Heimat zurück. Maike Gruschwitz wohnt in Fraureuth. Sie begann bei einem Wirthwein-Tochterunternehmen im Mai 2015 als Leiterin der Qualitätssicherung. Gemeinsam mit dem Führungsteam liegt ihr Fokus auf einer innovativen, effizienten und technologiestarken Ausrichtung des Standortes in Crimmitschau und der Gewinnung neuer Geschäftsfelder. Das Werk ist mit 26 Spritzgussmaschinen und diversen voll- und teilautomatisierten Montageanlagen auf die Fertigung von Kunststoffkomponenten im Spritzgießverfahren für die Automobilindustrie spezialisiert. Hierbei liegen die Kernkompetenzen auf Kühlerzargen und Lüftern, welche Verwendung in zahlreichen Baureihen von Fahrzeugen finden. Der zweite Produktionsschwerpunkt sind Luftfilter, die in Autos und Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen. 135 Mitarbeiter sind am Standort in Crimmitschau beschäftigt. "Wir haben ein tolles Team, welches mir den Start leicht gemacht hat", sagt die Werkleiterin. (hof)


Marco Wölfer (32), der aus Crimmitschau stammt und als Mr. Rod unterwegs ist, war am Samstag beim 9. Neuplanitzer Teichfest. Dort mussten die Besucher etwas genauer hinsehen. Der Sänger sieht seinem Idol Rod Stewart zum Verwechseln ähnlich. Stimme und Bühnenshow steigerten sogar die Verwechslungsgefahr und sorgten für viel Beifall. Das sonnige Herbstwetter sowie ein abwechslungsreiches Bühnen- und Rahmenprogramm hatten für viele Besucher, volle Wiesen und ausgelassene Stimmung im Wohngebietspark gesorgt. Organisiert wird das Fest jeweils gemeinsam von der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ) und der Westsächsischen Wohn- und Baugenossenschaft Zwickau. Als Festkulisse dient dabei der Wohngebietspark am Teich an der Erich-Mühsam Straße, das damit 2011 auch den Namen für das Fest gab, sagte Steven Simmon, Sprecher der GGZ. (ja)


Uwe Neubauer (59), scheidender Ortsvorsteher von Beiersdorf, hatte alle Sponsoren, die durch ihre finanziellen Zuwendungen die Reparatur des Glockenspieles im Dorf ermöglichten, zu einer kleinen Dankeschön-Veranstaltung eingeladen. Notwendig machte sich die Reparatur, nachdem ein Blitzschlag die Technik beschädigte. Die Instandsetzung kostete rund 5000 Euro. Zu hören ist das Glockenspiel jetzt wieder jeweils 9.10 Uhr, 12.10 Uhr, 15.10 Uhr, 18.10 Uhr und noch einmal 21.10 Uhr. Die Uhrzeit wurde bewusst gewollt. Oberhalb des Standortes des Glockenspiels steht die Kirche. Deren Glockenschlag erklingt zu jeder vollen Stunde. "Wir wollten keine Überschneidungen", sagte Neubauer. Das Glockenspiel in Beiersdorf - die größte der vorhandenen zehn Glocken ist 45 Zentimeter, die kleinste 20 Zentimeter - gibt es seit 2013. Es hatte zuvor seinen Platz über dem Eingang des Uhrengeschäftes Lorenz in der Zwickauer Innenstadt. Finanziert wurde der Ankauf durch Sponsoren. (umü)


Thomas Riedel (30) ist der neue Leiter der Stadiongaststätte im Kunsteisstadion im Sahnpark in Crimmitschau. Das Lokal hat auch einen neuen Namen bekommen - aus der Sportsbar wurde das "Captains Table". Thomas Riedel, der sich bisher um eine Gaststätte in Meerane gekümmert hat, sagt: "Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Wir sind zuversichtlich, dass wir uns im neu geformten Team kulinarisch etablieren können und freuen uns auf viele hungrige Gäste." Am Sonntag bestanden Thomas Riedel und seine "Gaststätten-Mannschaft" ihre Feuertaufe beim Heimspiel gegen Bayreuth, als viele Sponsoren und Ehrengäste versorgt werden mussten. Die Sommerpause wurde für einige Umbaumaßnahmen in der Gaststätte genutzt. Sie bleibt montags und dienstags, wenn Ruhetag ist, geschlossen. (hof)


Ramona Badura (54), Leiterin des Hospiz in Werdau und ihr Team, konnten sich in den zurückliegenden Tagen über riesige Unterstützung freuen. So überreichten am Montag Stadtwerkechef Elmar Burgard und Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste) einen Scheck über 800 Euro. Das Geld kam bei einem Flashmob zum Stadtfest zusammen, den unter anderem die Werdauer Schulen und der Verein zur sinnvollen Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen tatkräftig unterstützt haben. Pro Teilnehmer spendeten die Stadtwerke 1 Euro. 380 Teilnehmer waren da. Sören Kristensen hatte im Vorfeld versprochen, die Summe zu verdoppeln. Aufgerundet ergab das dann 800 Euro. In der Sachsenarena in Werdau fand außerdem ein Hospiz-Spendenlauf statt. Der Werdauer Palliativmediziner Christoph Müller setzte gemeinsam mit dem Hospiz-Förderkreis die Idee eines eigenen Spendenlaufes zugunsten des SRH-Hospizes in die Tat um. Der Zuspruch von allen Seite war enorm, sagte Ramona Badura: "Am meisten beeindruckt bin ich über die Empathie, Liebe und Herzlichkeit, die uns entgegengebracht wurde. Das hat mich wirklich zu Tränen gerührt." Insgesamt wurden 4922 Runden gelaufen, was einer Gesamt-Distanz von 1968,8 Kilometern entspricht. Dank des Engagements aller Mitwirkenden kamen 7155 Euro Spendeneinnahmen zugunsten des Hospizes zusammen. Bereits eingegangene Zusagen für nächstes Jahr zeigen, dass der Spendenlauf keine Eintagsfliege bleiben wird. (rdl)

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