Freie Fahrt auf der neuen Staatsstraße

Seit Freitagmittag rollt der Verkehr auf einem weiteren Teilstück der Westtrasse. Beendet ist das Bauvorhaben damit aber noch nicht.

Ruppertsgrün.

Für zahlreiche Bürger aus Fraureuth ist es am Freitagvormittag das Ereignis gewesen: Sie verfolgten im Bereich der Greizer Straße an der Ortsgrenze zwischen Leubnitz und Ruppertsgrün mit großem Interesse die Freigabe des 2,6Kilometer langen Abschnittes der Westtrasse in südliche Richtung.

Mit der Fertigstellung des Teilstückes besteht eine durchgehende Verbindung auf der neuen S 289, im Volksmund Westtrasse genannt, zwischen Ruppertsgrün und der Anschlussstelle der A 4 bei Schmölln. Vier Jahre hat der Bau gedauert. Die Kosten betrugen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums 18 Millionen Euro und werden vom Freistaat getragen. Im Zusammenhang mit der Trasse wurden drei Brücken, eine Lärmschutzwand, eine Steilböschung und drei Knotenpunkte zur Anbindung an das bestehende Straßennetz neu errichtet.

Erste Nutzer der neuen Trasse: Die ersten Fahrzeuge, die nach der Freigabe der Trasse auf dem neuen Abschnitt rollten, waren ein Traktor und ein Barkas. Beide gehören den Traktoren- und Oldtimerfreunden Fraureuth. Sie vertraten symbolisch die Teilnehmer des IFA-Oldtimertreffens, das auf dem sich anschließenden Teilstück der Westtrasse in nördliche Richtung alljährlich Ende April stattfindet. Bernd Sablotny, Abteilungsleiter Verkehr im Wirtschaftsministerium, machte bei der Freigabe der Straße unter dem Beifall der Gäste noch einmal deutlich, dass das Oldtimertreffen auch die kommenden drei Jahre auf der Trasse stattfinden kann.

Anbindung noch Baustelle: Im Zusammenhang mit der Verlegung der S 289 machte sich auch eine Neutrassierung der St.-Annen-Straße in Ruppertsgrün notwendig. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen und dauern nach Ministeriumsangaben voraussichtlich bis Ende des Jahres. Ebenfalls erfolgt noch ein Rückbau der Reichenbacher Straße (alte S 289). Auch das geschieht erst in den kommenden Monaten.

Ackerfläche geht verloren: Des einen Freud, des anderen Leid. Für die Verlegung der S 289 musste der Agrarhof Gospersgrün rund sieben Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche hergeben. "Die Katastervermessung der in Anspruch genommen Flächen für das Bauvorhaben erfolgt nach der Gesamtfertigung. Das Unternehmen wird dafür nach den gelten Rechtsvorschriften entschädigt", erklärt ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. So geht's in Gospersgrün weiter: Mit der Freigabe des Teilstückes in Ruppertsgrün sind sechs von sieben Abschnitten der Westtrasse fertiggestellt. Für den Lückenschluss auf Gospersgrüner Flur sind die Variantenuntersuchungen abgeschlossen und befinden sich derzeit in der Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Nach der Auswertung und Bestätigung der Vorzugsvariante beginnt die nächste Planungsphase - die sogenannte Entwurfsplanung.

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