Freundschaft zwischen Vereinen hält seit fast drei Jahrzehnten

400 Besucher waren am Wochenende bei der Rassekaninchenausstellung in Trünzig. Sie konnten auch Langohren von Züchtern aus dem Enzkreis bestaunen.

Trünzig.

Die weite Anreise hat sich gelohnt: Züchter aus Ellmendingen (Baden-Württemberg) räumten bei der Rassekaninchenausstellung in der Turnhalle in Trünzig am Wochenende einige Preise ab. Sie konnten mit ihren Satinkaninchen, die über ein seidig glänzendes Fell verfügen, die Preisrichter überzeugen. Lukas Lang erhielt die Auszeichnung für das beste Tier. Sein Opa Rolf Braun durfte den Pokal für die beste Sammlung, die aus vier Rassekaninchen besteht, mit nach Hause nehmen.

Die siebenköpfige Delegation aus Ellmendingen - dabei handelt es sich um einen 2500-Einwohner-Ort im Enzkreis - legte vor und nach der Teilnahme rund 900 Kilometer auf den Autobahnen zurück. Trotz der Entfernung hält die Freundschaft zwischen dem Rassekaninchenzüchterverein S 252 Langenbernsdorf-Trünzig und den Züchtern aus Baden-Württemberg nun schon seit fast 30 Jahren. "Der erste Kontakt kam kurz nach der Wende bei einer Bundesschau zustande. Daraus sind einige Freundschaften zwischen den Züchtern und ihren Familien entstanden", erinnert sich Ulrich Schmidt, Vorsitzender des Rassekaninchenzüchtervereins S 252. Er und seine Mitstreiter wollen spätestens im Oktober wieder zu einem Gegenbesuch nach Ellmendingen fahren.

Die Reihe der Rassekaninchenausstellungen in der Region wird - nun schon seit einigen Jahren - in der Turnhalle des Langenbernsdorfer Ortsteils Trünzig eröffnet. Der Termin hat sich bewährt - mit Blick auf das Interesse von Ausstellern und von Besuchern. Am Samstag und Sonntag konnten 256 Langohren in 37 verschiedenen Rassen und Farbenschlägen ausgestellt werden. "Das war deutlich mehr als erwartet und als im letzten Jahr. Deshalb mussten wir über Weihnachten noch kurzfristig einen vierten Preisrichter organisieren", sagt Ulrich Schmidt. 39 Rassekaninchenzüchter aus Westsachsen, Ostthüringen und - wie schon erwähnt - Baden-Württemberg stellten ihre Tiere aus. Die Gastgeber konnten an den beiden Tagen rund 400 Besucher begrüßen. "Am Samstag war mehr Andrang als am Sonntag", sagt Ulrich Schmidt.

Die Ausstellungen werden auch genutzt, um Kinder und Jugendliche für das Hobby zu begeistern. Zum Rassekaninchenzüchterverein Langenbernsdorf-Trünzig gehören 20 Mitglieder. Die Zahl ist relativ stabil. Momentan gibt es drei Nachwuchszüchter. "Wir versuchen die jungen Leute durch unsere Ausstellungen und durch Besuche in den Kindertagesstätten zu begeistern", sagt Ulrich Schmidt. Der 62-Jährige macht deutlich, dass Eltern oder Großeltern mitziehen müssen. In der Anfangsphase würde es auch die Möglichkeit geben, dass erfahrene Züchter einige Tiere zur Verfügung stellen. "Das ist auf dem Dorf sicherlich alles noch etwas einfacher als bei Vereinen in der Stadt", sagt der Vorsitzende.

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