Fußweg zur Umweltschule wird zur Gefahrenstrecke

Seit Jahren bemüht sich der Vorsitzende der Sparte "Einheit" in Werdau um die Instandsetzung des Gehsteigs. Der OB verspricht jetzt eine Lösung.

Werdau.

Günter Dietzel aus Werdau ist ein geduldiger Mensch. Das war er zumindest bis jetzt. Doch nun ist der 77-Jährige verärgert und sauer auf die Stadtverwaltung. "Der Fußweg entlang der Straße der Jugend ist seit Jahren eine Katastrophe, und keinen im Rathaus scheint das zu interessieren", sagt der Werdauer. Er gehört zu denjenigen, die den Gehsteig regelmäßig nutzen. Günter Dietzel ist Vorsitzender der Gartensparte "Einheit". Die liegt an der Straße der Jugend, nebenan ist die Umweltschule. "Es geht mir nicht nur um die Kleingärtner, sondern auch um die Kinder. Für sie ist der Weg eine Gefahrenquelle. Ich habe schon mehrfach beobachtet, wie die Mädchen und Jungen auf der Straße laufen, weil der Gehsteig in einem miserablen Zustand ist."

Was ihn noch mehr stört, ist die Ignoranz der Stadtverwaltung. "2013 habe ich zum ersten Mal beim Oberbürgermeister vorgesprochen und ihm das Problem dargelegt. Die Reaktion war gleich null", sagt Dietzel. Er blieb hartnäckig. Als das Stadtoberhaupt ein Jahr darauf erneut bei der jährlichen Zusammenkunft der Kleingärtner aus ganz Werdau zu Gast war, nutzte der Senior die Chance, sein Anliegen erneut vorzutragen. "Damals meinte der Oberbürgermeister, dass der Gehwegbau wegen der entstandenen Mehrkosten bei der Sanierung der Diesterwegschule verschoben werden müsste." Günter Dietzel zeigte Verständnis.

Doch er gab nicht klein bei und sprach den Oberbürgermeister bei dem diesjährigen Treffen der Kleingärtner wieder auf das Thema an. "Ich kam mir dabei schon fast wie ein Bittsteller vor. Aber auf Dauer kann der Weg nicht so bleiben", sagt der Senior. Was ihn ärgerte, war die Reaktion des Stadtoberhauptes. "Er meinte nur: Müssen wir mal sehen. Das ist aber keine Antwort und schon gar keine Lösung des Problems." Dem Rentner geht es nicht um die komplette Instandsetzung des Fußweges. "Wenn wenigstens das Stück ab der Braustraße repariert werden würde, wäre das in Ordnung."

Das Stadtoberhaupt verspricht auf Anfrage von "Freie Presse" eine Lösung. "Mit der Wiederherstellung der Asphalt-, Trag- und Deckschicht wird 2017 begonnen. Der erste Abschnitt wird von der Straße am Stadtpark bis Braustraße realisiert", sagt Stefan Czarnecki (CDU).

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