Geburtstagsgäste bekommen viel geboten

Rund 4000 Besucher kamen zur Feier des 90-jährigen Bestehens der Koberbachtalsperre. Vor dem prächtigen Abschlussfeuerwerk wurde es überall so richtig voll.

Langenhessen.

Schlange stehen war am Samstagabend an Imbissständen und Kiosken an der Talsperre angesagt. Auch einen Parkplatz nah am Geschehen zu bekommen, war nicht so einfach. Eigentlich sollten Fahrzeuge auf der Wiese unterhalb der Dammkrone abgestellt werden können, doch der Besitzer der Wiese hatte kurz vor der Veranstaltung die Zusage zurückgenommen. "Da kann man nichts machen", sagte der Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste), der mit Warnweste angetan Autos einwies.

Der Shuttlebus, der vom Koberbachcentrum zur Talsperre fuhr, wurde gut angenommen. Das Feuerwerk, das gegen 21 Uhr in den Himmel geschossen wurde, entschädigte für manchen Frustmoment. "Für uns war das etwas ganz anderes als sonst", sagte der Werdauer Pyrotechniker Kay Martin. Nachdem gegen 18 Uhr die letzten Schwimmer aus dem Wasser raus waren, bauten er und weitere drei Helfer das Feuerwerk auf dem Talsperrendamm und auf einer der Schwimminseln auf. "Es wird schräg geschossen, sodass es im Wasser schöne Spiegelungen gibt", sagte der 34-Jährige. Und die gab es. Handys und Kameras wurden hundertfach gezückt.

"Die Koberfeier ist etwas für alle Altersgruppen", schätzte Ronny Enke, einer der Hauptorganisatoren des legendären Koberbachtriathlons ein. Anlaufpunkt für Familien war zum Beispiel das Gelände des Kanu- und Freizeitsportvereins "Pleißental". Dort wagten sich Doreen Reithel und Heiko Rostek mit ihren zwei Töchtern im Kanu aufs Wasser. "Wir wollten schon immer mal Urlaub im Spreewald machen. Jetzt sind wir gerüstet", meinten die Leubnitzer lachend, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Bei der Gebäude- und Grundstücksverwaltung Werdau war Schatzsuche für die Kleinen angesagt. "Dazu haben wir Gold- und Silbernuggets im Sand versteckt", sagte Geschäftsführerin Ines von Müller. Das kommunale Unternehmen unterstützte die Kober-Geburtstagsfeier und erließ den Besuchern Eintritt und Parkgebühren auf dem Autokino-Stellplatz. Auch für Technik interessierten sich viele Gäste und waren bei Staumeister Birk Flögel, Betriebsteilleiter Sven Beyer und drei weiteren Kollegen der Landestalsperrenverwaltung richtig. Sie erfuhren unter anderem, dass die Kober an ihrer tiefsten Stelle 18 Meter misst und wie der Entnahmeturm funktioniert. Auch das Hochwasser vom Sommer 2013 war immer wieder Thema, ebenso der Gewitterguss vom Freitagnachmittag. Schlamm vom Feld hatte dabei die Kaskaden der Talsperre unter sich begraben. "58 Liter Regen gingen bei dem Gewitter innerhalb von 30 Minuten auf den Quadratmeter nieder", hatte Birk Flögel gemessen.

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