Globale Ereignisse und Zäsur für Gesellschaft

Kingzentrum eröffnet in Chemnitz Ausstellung

Chemnitz/Werdau.

Die Eröffnung der Wanderausstellung "Wind of Change - Die DDR und das Jahr 1968" findet am Dienstag, 18.30 Uhr, im Tietz, Moritzstraße 20, in Chemnitz statt. Dazu lädt das Martin-Luther-King-Zentrum Werdau ein. Eröffnet wird die Schau durch den Vorsitzenden des Kingzentrums, Martin Böttger. Eine kurze Einführung in das Thema gibt der Historiker Alexander Walther aus Dresden.

"1968" gilt als globales Ereignis, als "Mythos, Chiffre und Zäsur". Das Jahr ist Symbol für Revolution und Rebellion gegen die "Herrschenden" und das Establishment. In mehr als 50 Staaten gab es Protestereignisse. In Amerika und in Europa fand ein Generationenwechsel statt. Tabus in Mode, Musik und Politik wurden gebrochen. Im geteilten Deutschland wurde das Jahr "68" unterschiedlich erlebt. Während es im Westen vor allem mit Jugendrevolte assoziiert wird, ist es in der DDR vor allem mit dem "Prager Frühling" und dessen gewaltsamer Niederschlagung verbunden. Was die Protestbewegungen vereinte, war die Unzufriedenheit mit politischen und gesellschaftlichen Zuständen, und der Glaube an eine bessere Welt.

Die Schau beleuchtet auf 20 Rollup­Displays das Jahr 1968 aus der "Vogelperspektive". Aufgearbeitet werden internationale Ereignisse unter anderem in den USA, in Frankreich, Polen und der Tschechoslowakei sowie die Entwicklungen und Folgen in Ost­ und Westdeutschland. Es wird eine Brücke in die Gegenwart geschlagen und gefragt, ob 1968 als Vormärz der Friedlichen Revolution 1989 gelten kann. Die Exposition des Kingzentrums wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Landkreis Zwickau und der Stadt Werdau gefördert.rdl

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