Grün fordert viel Einsatz

Die üppig wuchernde Vegetation stellt die Städte vor viele Aufgaben. Doch nicht immer sind Anwohner mit den Ergebnissen zufrieden.

Werdau/Crimmitschau.

Jedes Jahr das gleiche Spiel für die Bewohner der Eisenbahnersiedlung in Leubnitz. Sie warten ewig darauf, dass die Grünanlagen des Torweges gemäht werden. "Einige Anwohner haben Abschnitte schon selbst gehauen. Aber nicht jeder hat einen Benzin- rasenmäher", sagt Christa Kastelitz. Mittlerweile, so teilt sie mit, ist das Gras beseitigt worden. Nun hoffen die Anlieger, dass es bis zum nächsten Schnitt nicht wieder so lange dauert. Eine Hoffnung, die viele Werdauer hegen, aber die nicht immer erfüllt werden kann. Ein- bis viermal, je nach Pflegeplan, werden Rasenflächen im Stadtgebiet gemäht, sagt der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung/Bau im Rathaus, Karsten Piehler. Das erledigen derzeit vier Mitarbeiter des städtischen Bauhofes sowie Fremdfirmen. Vorrangig sind die Parks der Stadt und die großen Grünflächen, die Straßenränder und die Areale an Bachläufen. In Summe sind das rund 7,6 Hektar sogenanntes Straßen- begleitgrün, knapp 7,5 Hektar Parkanlagen wie der Stadtpark und der Massi-Park und knapp 0,6 Hektar Grün auf Spielplätzen. Zirka 210.000 Euro kostet diese Pflege. Sie umfasst laut Piehler den Schnitt des Rasens, die Transportkosten, die Laubbeseitigung, die Pflege von Anpflanzungen, den Heckenschnitt, das Aufbringen von Rindenmulch. Aber auch das Ansäen von Gras und die Bewässerung neuer Pflanzen und Bodendecker fallen hier mit hinein. Mitarbeiter des Bauhofes kümmern sich auch um die Bewässerung von Pflanzen, verschneiden Hecken, Bäume und Büsche. "Da durch Rekultivierungsmaßnahmen immer mehr Grünflächen entstehen, werden Leistungen an Fremdfirmen vergeben", sagt Piehler.

In der Nachbarstadt Crimmitschau wird nach Prioritätenliste vorgegangen. Die städtischen Grünanlagen und Parks, inklusive der Großbeete und alle Straßenränder, haben bei der Pflege Vorrang, sagt Rathaussprecherin Uta Pleißner. Danach seien begrünte Abbruch- und Brachflächen dran. Insgesamt kümmere sich der Bauhof und Fremdfirmen um 64 Hektar Fläche, wobei auf die Firmen nur ein kleiner Anteil von 6,6 Hektar entfällt, sagt Bauhofleiter Michael Popp. Es sei geplant, weitere Flächen an Firmen zu vergeben. So wird ab 4. Juli das Gewerbegebiet von einer Firma betreut. Je nach Vegetation und Leistungsfähigkeit der Belegschaft wird fünf- bis sechsmal im Jahr gemäht. Die Mitarbeiter des Bauhofes kümmern sich auch um die Bewässerung der Blumen und Bäume. Für die Bezahlung der Leistungen der Fremdfirmen fallen rund 43.000 Euro jährlich an.

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