Handwerker lassen sich von Schlechtwetter nicht verdrießen

Dank einer Fuhre Heu, schwerer Technik und guter Stimmung war der 28. Töpfermarkt eine gelungene Veranstaltung.

Crimmitschau.

Mit rund 5000 Besuchern wird der 28. Crimmitschauer Töpfermarkt zwar nicht als Rekord-Veranstaltung in die Geschichte eingehen, doch erinnern werden sich Veranstalter, Handwerker und Besucher sicherlich noch länger an die zwei Tage im Gablenzer Teichgelände. "Das Wetter war wirklich mies. Vor allem der Samstag mit Schneeregen hat allen zu schaffen gemacht. Es kamen auch nur 800 zahlende Besucher. Trotzdem war die Stimmung gut. Töpfer sind halt hart gesottene Typen", sagte am Sonntag Katja Tippelt-Kairies vom Fachbereich für Kultur-, Sport- und Freizeitstätten im Crimmitschauer Rathaus. Von einem Hänger wurde Stroh auf schlammige Stellen im Festgelände geschafft. Der Bauhof sorgte Sonntagabend dafür, dass die Caterer mit ihren schweren Fahrzeugen von der Wiese wieder nach Hause kamen. "Drei Töpfereien haben wegen Krankheit abgesagt. Alle anderen kamen", freute sich die Organisatorin über mehr als 60 Handwerksbetriebe aus ganz Deutschland. Und als am Sonntagnachmittag noch die Sonne herauskam, war das Festgelände gut besucht und die von der Jugendfeuerwehr bewachten kostenfreien Parkplätze voll. "Wir wollten eigentlich Samstag kommen, haben aber unsere Pläne kurzfristig geändert", sagten Petra und Steffen Czmalevski aus Glauchau. Und so fanden sie doch noch ein individuelles Geschenk für einen runden Geburtstag. (rdl)


Großfiguren in Dunkel

André Santowski war als Töpfer der Gemeinschaftswerkstatt Knut Winkelsdorf aus Müncheberg in Brandenburg in Gablenz. "Der Samstag war richtig fies. Sonntag kommen meist die Schlenderkunden", zog der 37-Jährige ein Resümee. Die Töpfer waren schon mehrfach hier. Ihr Markenzeichen sind große Figuren in einem dunklen Manganton, an der Scheibe gedreht und mit dünnflüssiger Tonmineralmasse bemalt. (rdl)


Steingut aus dem Gasofen

Elke Ludwig aus Kobrow in Mecklenburg-Vorpommern war zum ersten Mal in Crimmitschau. "Ich kenne viele Märkte. Schade, dass das Wetter hier nicht mitgespielt hat. Trotzdem hat es mir gefallen", sagte die 33-Jährige, die seit September vorigen Jahres selbstständig ist. Ihr Markenzeichen ist Steingut aus dem Gasofen, mal schlicht, mal mit Röschen ganz zart. "Ich suche mich wohl noch", meinte die Töpferin schmunzelnd. (rdl)


Spiegel und Marmoriertes

Anngret Wolf aus Steinberg bei Auerbach/Vogtland ist seit drei Jahren selbstständige Töpferin. Bei ihr fielen besonders Spiegel und individuelle Waschbecken aus Steinzeug ins Auge. "Crimmitschau ist ein guter Markt für mich. Ich habe auch am Samstag einiges verkauft", sagte die 36-Jährige, die auf rund 15 Märkten im Jahr ihre Waren anbietet. Marmorierte Keramik in verschiedenen Farben ist ihr Markenzeichen. (rdl)

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...