Hauptmarkt wird erst im Jahr 2019 in Licht und Wasser getaucht

Technisch ist die in den Boden eingelassene Installation fertig. Wegen des Weihnachtsmarktes kann sie aber weder programmiert noch getestet werden.

Zwickau.

Das Wasser-Lichtspiel, das seit Anfang Juni in den Boden des Zwickauer Hauptmarktes eingebaut wurde, wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2019 in den dauerhaften Betrieb gehen. Das sagte der Pressesprecher der Zwickauer Stadtverwaltung, Mathias Merz, auf Anfrage der "Freien Presse". Offen ist derzeit, ob in diesem Jahr wenigstens eine symbolische Einweihung stattfindet.

Die Idee für die neue Innenstadtattraktion war zur 900-Jahr-Feier der Stadt entstanden. Neun Sprudeldüsen sollen den Besuchern auf dem Hauptmarkt nicht nur bei Hitze eine Abkühlung verschaffen, sondern auch einen optischen und farblichen Höhepunkt setzen. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das herabfallende Wasser durch eine rund 50Meter lange LED-Lichtlinie angestrahlt, was den nächtlichen Markt in bunte Farben taucht. Soweit jedenfalls die Theorie.

Allerdings war der Bau, der ursprünglich schon Ende Juli fertiggestellt sein sollte, immer wieder von Problemen begleitet. Wochenlang war zunächst ein wichtiges Steuerteil nicht lieferbar, dann tauchten bei der Abnahme Baumängel auf, die erst beseitigt werden mussten. Und mittlerweile ist die Brunnensaison vorbei.

Aus technischer Sicht ist die Anlage zwar jetzt einsatzfähig, wie Merz sagte. Allerdings müssten Lichter und Wasserfontänen noch aufeinander abgestimmt und das System entsprechend programmiert werden. "Für ein attraktives Zusammenspiel von Wasser und Licht sind außerdem einige Probeläufe erforderlich", sagte der Rathaussprecher. Den Licht-Wasser-Tests steht nun allerdings der Aufbau des am 27. November beginnenden Weihnachtsmarktes im Weg. Die Markthütten werden den größten Teil der geplanten Attraktion bedecken.

104.000 Euro hatte die Stadt für den Bau des eigentlichen Wasserspiels eingeplant. "Ausschließlich aus eigenen Mitteln", wie Merz betonte. Dazu kamen 10.000 Euro für Umfeldarbeiten, zu denen Bund und Land weitere 40.000Euro beisteuerten. Wegen des Trinkbrunnens, der seit Jahren auf dem Westflügel des Hauptmarkts steht und jetzt symbolisch das Ende der Wasserschlange markieren soll, wurde es zunächst aber scheinbar teurer für die Stadt. "Es stellte sich heraus, dass dessen Technik deutliche Verschleißerscheinungen zeigte und ein zuverlässiger Betrieb nicht mehr möglich war", sagte Merz. Daher wurde der in den Sommermonaten vielgenutzte Wasserspender gleich mit erneuert - durch Mittelumverteilungen in der Verwaltung mussten 46.000Euro zusätzlich aus der Stadtkasse zur Verfügung gestellt werden. Doch dann wurden weitere 115.000 Euro an Fördermitteln aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" bewilligt. Obwohl das Vorhaben aufwendiger geworden ist, zahlt Zwickau nun also nur noch 45.000 Euro aus eigener Tasche.

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