Heimatmaler Gottfried Frenzel gestorben

Bilder des Künstlers aus Crimmitschau erzählen von seiner Stadt

Crimmitschau.

Viel Aufhebens um seine Person oder seine Arbeit hat er nie gemacht, zu Ausstellungen und Vernissagen musste man ihn jedes Mal beinahe nötigen. So still und leise, wie er gelebt hat, ist er nun auch gegangen: Im Alter von 85 Jahren verstarb am 23. September Gottfried Frenzel, Crimmitschaus letzter "echter" Heimatmaler. Seine Bilder - vor allem Bleistift-, Kohle- und Pastellzeichnungen - hängen in vielen Wohnungen, Institutionen und Ausstellungen, noch im Sommer kamen Interessenten zu ihm und baten ihn um Arbeiten, auf denen ihre Wohnhäuser oder deren Umgebung zu sehen sind. Gemalt hat er schon lange nicht mehr - dem Alter musste er Tribut zollen. Und noch länger war er nicht mehr in Crimmitschau und Umgebung unterwegs mit Mappe und Stiften. Aber wenn Besuch kam, dann hat der im Erzgebirge Geborene mit ihm gerne in den unzähligen Mappen mit Bildern aus mehreren Jahrzehnten geblättert und zu jedem eine Geschichte erzählt. Bis zuletzt hat der Crimmitschauer penibel Buch geführt über alle seine Arbeiten, wusste über alle gemalten, in seinem Besitz befindlichen oder vergebenen Bilder Bescheid.

Umso überraschender kam deshalb vor allem für seine Freunde vom ehemaligen Werdauer Kunstverein "Pleissenland", zu dessen Gründungsmitgliedern er gehörte, die Nachricht von seinem Tod. Der Heimatverein Crimmitschau hatte dem Künstler noch zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt: Als Illustrationen für die Beiträge zu den Ortschaften in der neuen Crimmitschauer Chronik fanden die Zeichnungen von Gottfried Frenzel Verwendung.

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