Hiesige Bäckerchöre sind fit für ihren München-Auftritt

Am Sonntag findet eine internationale Fachmesse in der bayrischen Landeshauptstadt statt. Dort geht es beileibe nicht nur um Genüsse für den Gaumen.

Werdau/Crimmitschau.

Zur Chorprobe am heutigen Mittwoch wird es noch einmal ernst: Haben wir die Lieder drauf, die wir am Sonntag in München singen werden? Reiner Zimmer, Chef des Bäckergesangsvereins 1904 Crimmitschau, ist guter Dinge. "Wir haben intensiv geübt. Es wird alles klappen."

Das sieht auch Ursula Kreische vom Bäckerchor Werdau so. "Es ist ein großer Aufwand, aber es lohnt sich." Die meisten der hiesigen Sänger fahren bereits am Freitag in die bayrische Landeshauptstadt. Dort finden am Sonntag sowohl der 24. Deutsche Bäcker-Sängertag als auch der 2. Internationale Bäcker-Sängertag innerhalb der Internationalen Bäcker- und Konditoren-Messe statt. "Natürlich nehmen wir unsere Frauen nach München mit. Ohne die läuft doch gar nichts", sagt Reiner Zimmer schmunzelnd.

Für die Werdauerin Ursula Kreische ist der kommende Sonntag ein ganz besonderer. Neben "ihrem" Bäckerchor dirigiert die ehemalige Deutsch- und Musiklehrerin innerhalb der Fachmesse noch zwei weitere Chöre: den gemischten Chor Mitte-Nord sowie den Gesamtdeutschen Frauenchor der Bäckerinnung. Die jeweiligen Chöre sind mitgliedermäßig alle nicht sehr groß. So besteht der gemischte Chor Mitteldeutschland lediglich aus den Bäckerchören Werdau, Crimmitschau, Leipzig und Halle. Diese Formation hatte sich im Vorfeld des großen Tages in München bereits Mitte Mai zu einer gemeinsamen Probe in einem Hotel in Crimmitschau getroffen, um das bereits vorher festgelegte Repertoire zu üben.

Bäckerchöre, in denen ausschließlich Angehörige dieses Berufsstandes in ihrer Freizeit das Liedgut pflegen, gibt es heute in Deutschland so gut wie nicht mehr. Auch die beiden hiesigen Ensembles sind in Sachen Beruf nicht mehr streng, wenn es um neue Mitglieder in ihren Reihen geht. Im Werdauer Chor zum Beispiel, der sich immer mittwochs zu seiner Singstunde in der Gaststätte "Zum Leubnitzer" trifft, gibt es auch Sekretärinnen und Friseurinnen.

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