Historisches für neue Ortsmitte

Königswalde hat ein schönes Zentrum bekommen. Am Spielplatz erinnert jetzt eine Tafel an die einstige Schule.

Königswalde.

An Königswalde als Schulstandort erinnert eine Edelstahltafel, die Mitglieder des Ortschaftsrates und Bürger des Werdauer Ortsteiles am Montagabend enthüllt haben. "Wir sind heute hier nicht zusammengekommen, um den Spielplatz einzuweihen", sagte der Königswalder Ortsvorsteher Bernd Gerber (Freie Wähler). Das soll voraussichtlich in drei Wochen passieren, informierte Bauamtsleiter Karsten Piehler. Der Rasen auf dem Gelände müsse noch einmal gewalzt werden. Außerdem seien Gewährleistungspflichten gegenüber der Gartenbaufirma einzuhalten.

Die Stadt Werdau hat das Gelände der ehemaligen Grundschule mithilfe von Fördermitteln komplett neu gestaltet. Entstanden sind ein Spielplatz sowie etliche Parkflächen, die von jedermann genutzt werden können. Insgesamt wurden für diese Neugestaltung 112.00 Euro verwendet.


Zwei Dinge seien dem Ortschaftsrat wichtig gewesen, sagte Bernd Geber. "Wir wollten daran erinnern, dass unser Dorf einst Schulstandort war. Wo wir heute stehen, war der dritte Standort. Und auch die Geschwister Scholl sollten nicht in Vergessenheit geraten. In den 1950er-Jahren gab es viele Schulen, die diesen Namen erhielten." An die Bildungseinrichtung erinnern auch zwei originale Stufen der ehemaligen Grundschule, die in die Gestaltung des Platzes direkt unter der Erinnerungstafel einbezogen worden sind. Das Herstellen der Tafel selbst hat laut Bernd Gerber 1850 Euro gekostet und wurde durch Spenden möglich.

Der Werdauer Oberbürgermeister Stefan Czarnecki begrüßte die Idee, dass den Besuchern der neuen Königswalder Ortsmitte auch ein Blick in die Vergangenheit ermöglicht wird. "Vor neun Jahren wurde im Dorf der Schulbetrieb endgültig eingestellt. Später haben wir uns dann für den Abriss des Gebäudes und für die Umgestaltung der frei gewordenen Fläche entschieden." Bernd Gerber fand es erfreulich, dass der Ortschaftsrat bei dieser Neugestaltung von Anfang an mit im Boot gewesen war. "Wir konnten viele eigene Ideen einbringen." Unter anderem wurde verhindert, die kleine Brücke abzureißen, die als zweite Zufahrt zur Kirche und zum Landgasthof dient.

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