Holzernte mit dem Harvester beeindruckt die Besucher

Der 4. Waldbesitzertag im Harthwald Dänkritz zog Hunderte Besucher an. Sie bekamen an zwölf Stationen jede Menge praktische Tipps.

Dänkritz.

Als Knut Wappler am Donnerstagnachmittag seinen Harvester anwirft, sind die Zuschauer schwer beeindruckt. "Wahnsinn, wie ruckzuck der die Bäume erntet", sagt Christoph Leithold. "So einen hätte ich gern bei mir im Wald", setzt der Thüringer schmunzelnd hinzu. Zehn Meter kann die Maschine links und rechts in die Bestände greifen und Bäume von 55 Zentimeter Durchmesser ernten. "Das ist noch nicht mal ein ganz großer", sagt Knut Wappler, der in Schönheide ein Forstunternehmen hat. "Ich arbeite derzeit sowieso in Dänkritz, da hat sich die Teilnahme am Waldbesitzertag sozusagen angeboten."

Rund 400 Interessierte strömten am Nachmittag in den Harthwald und informierten sich an insgesamt zwölf Stationen unter anderem über wurzelgerechte Pflanzungen, Arbeitssicherheit, über Maßnahmen gegen den Borkenkäfer, die fachgerechte Aufarbeitung von Bruchholz, Naturschutz oder die Landschaftspflege. "Wir führen den regionalen Waldbesitzertag zum vierten Mal durch, zum ersten Mal in der hiesigen Region", sagt Forstbezirksleiter Bert Schmieder. "Das ist immer die größte Veranstaltung für uns im Jahr. Ich hatte zwei Sorgen: Dass niemand kommt und das es gewittert. Beides ist nicht eingetroffen", sagt der Sachsenforst-Mitarbeiter.


Rund 40 Forstleute sowie Partnerunternehmen, aber auch die untere Forstbehörde des Landkreises Zwickau oder die rollende Waldschule des Jagdverbandes gestalteten den Infonachmittag mit. Auch Günter Riedel aus Weißbach hatte sich auf den Weg gemacht. "Alles toll organisiert. Ich habe viel Neues erfahren. Besonders beeindruckt hat mich die Demonstration am Baumbiegesimulator. Das sieht man erst einmal, wie sehr ein Stamm unter Spannung steht und wie vorsichtig man beim Bruchholzaufarbeiten sein muss", sagt der 82-Jährige. Einige hundert Meter weiter testete Andreas Muth aus Zwickau sein Wissen bei einem Waldquiz. "Ich habe bisher jeden Waldbesitzertag besucht und kann auch diesmal wieder sagen, sehr interessant, viel Mühe gemacht." Ihm und anderen Quiz- lösern, auch den Kleinen, stand Robin Trommler zur Seite. Der 19-Jährige aus Neumarkt absolviert zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Sachsenforst. "Es gefällt mir sehr gut. Ich möchte später gern Forstwirtschaft studieren." Andreas Muth sagt, dass er sich als Waldbesitzer bei den Sachsenforst-Mitarbeitern gut aufgehoben fühle. "Sie sind da, wenn man einen Rat braucht." Diese Erfahrung hat auch Günter Riedel gemacht. "Revierförster Holger Buchta ist mit mir durch meinen gesamten Waldbestand gelaufen und hat mir gesagt, welche Bäume ich fällen lassen sollte und welche nicht."

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