Hundeangriff: 14-jährige Meeranerin im Krankenhaus

Tier greift Mädchen auf Grundstück ihrer Schulfreundin an - Mischlingshund ins Tierheim gebracht

Meerane.

Ein Golden Retriever- Labrador-Schäferhund hat am Montag gegen 15 Uhr eine 14-jährige Schülerin auf einem Grundstück an der Waldenburger Straße in Meerane angegriffen und in die Hand gebissen. Die Verletzungen waren so schwer, dass das Mädchen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Wie Polizeisprecher Christian Schünemann sagte, wollte das Mädchen ihre Freundin besuchen und wie gewohnt das Tor zum Grundstück öffnen. Der Hund, der sich normalerweise im Zwinger aufhält, war an diesem Nachmittag frei und kam auf das Mädchen zugerannt. Laut Polizei soll der Hund das Mädchen unvermittelt angegriffen haben. Der Hundebesitzer war zu dem Zeitpunkt nicht anwesend.

Laut Schünemann war zu dem Zeitpunkt zufällig eine Streife in dem Bereich unterwegs, die durch Bürger auf die Hundeattacke hingewiesen worden war. Als die Polizisten eintrafen, sei der Hund bereits von dem Mädchen getrennt gewesen. "Auch die Mutter des Opfers war bereits vor Ort", sagte Schünemann. "Wir haben dann die Leute befragt." Der Rettungsdienst brachte die 14-Jährige in ein Krankenhaus, der Hund musste in ein Tierheim. Laut Schünemann ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung. Angaben zum Hundehalter machte der Polizeisprecher nicht.

Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) reagierte schockiert: "Unsere Gedanken sind jetzt bei dem verletzten Mädchen. Wir hoffen auf ihre Genesung." Die Stadt als Ortspolizeibehörde werde sich nun mit der Polizeidienststelle und Kreispolizeibehörde abstimmen. Kreissprecherin Ilona Schilk sagte, dass ein Verfahren nach dem sogenannten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden eingeleitet wird. "Dabei wird geprüft, ob es sich bei dem angreifenden Hund um einen im Einzelfall gefährlichen Hund handelt", so Schilk. In Meerane waren Ende vergangenen Jahres mehr als 700 Hunde angemeldet. (jwa)

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