In Crimmitschau entstehen zwei Wohngebiete für Eigenheime

Im Wettbewerb um Familien, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen wollen, ist die Stadt an der Pleiße künftig konkurrenzfähig. Der Platz reicht für rund 40 Häuser aus.

Crimmitschau.

Für potenzielle Häuslebauer verbessert sich die Situation in Crimmitschau. An Zufahrtsstraßen im Westen und im Osten der Stadt entstehen in den nächsten Monaten zwei neue Eigenheimstandorte. "Der Platz reicht für rund 40 Einfamilienhäuser aus", sagt Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller. Dabei handelt es sich um ein rund 20.000 Quadratmeter großes Grundstück zwischen der Westbergstraße und der Bebelstraße. Zudem wird eine rund 12.000 Quadratmeter große Fläche in der Sonnensiedlung - unmittelbar an der Glauchauer Landstraße - in einzelne Parzellen aufgeteilt.

Die Grundstücke vermarktet die Crimmitschauer Wohnungsgesellschaft (CWG). Das Unternehmen gehört nach der vom Stadtrat im Sommer 2016 beschlossenen Privatisierung zur Vivet-Gruppe. "Wir befinden uns derzeit in Gesprächen mit der Stadt zur möglichen Bebauung", sagt Marketingmanagerin Julia Heidel. Dabei geht es unter anderem um die Zufahrtsstraßen. Ein Vorteil sei, dass die beiden Standorte zum Großteil schon erschlossen sind beziehungsweise eine Erschließung mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand möglich ist. "Wir möchten die ersten Grundstücke in diesem Jahr in den Verkauf bringen", sagt Heidel. Die genauen Preise stehen noch nicht fest, sie sollen aber bei 60 bis 75 Euro pro Quadratmeter liegen. Interessenten können sich im CWG-Büro an der Badergasse melden. Da es sich um Flächen im innerstädtischen Bereich handelt, muss wahrscheinlich kein Bebauungsplan erstellt werden. "Wir gehen davon aus, dass schon im nächsten Jahr mit dem Bau von Einfamilienhäusern begonnen werden kann", sagt Götz Müller.

Im Wettbewerb um Familien, die sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen und sich damit dauerhaft niederlassen wollen, hatte Crimmitschau zuletzt einen schweren Stand. Der Grund: Umliegende Städte wie beispielsweise Werdau und Glauchau konnten mit erschlossenen Wohngebieten die Werbetrommel rühren. "In Crimmitschau hat sich das Angebot auf die Lückenbebauung und Grundstücke in den Ortsteilen konzentriert", sagt Götz Müller. Auf dem Schreibtisch der Mitarbeiter in der unteren Bauaufsichtsbehörde landeten im ersten Halbjahr 2018 insgesamt neun Anträge für den Bau von Einfamilienhäusern. In den Vorjahren waren es 23 (2017), 16 (2016) und 19 (2015).

Oberbürgermeister André Raphael (parteilos) sieht die Notwendigkeit für die beiden neuen Eigenheimstandorte auch mit Blick auf die Entwicklung des Gewerbegebietes zwischen Meerane und Crimmitschau, wo bereits vier Unternehmen millionenschwere Ansiedlungen verkündet haben. "Ganz klar: Diejenigen, die in Firmen im Gewerbegebiet arbeiten, sollen auch in unserer Region wohnen. Deshalb ist es wichtig, die neuen Standorte für den Bau von Einfamilienhäusern auf den Markt zu bringen", sagt André Raphael.

Die Ausweisung der beiden Standorte nimmt den Verantwortlichen im Rathaus auch den Druck an einer anderen Stelle. Bisher wurde stets versucht, dass Einfamilienhäuser in schrumpfenden Kleingartenanlagen entstehen sollen. Als Beispiele werden im Kleingartenentwicklungskonzept unter anderem die Anlagen "Heimaterde" und "Volkswohl" genannt. "Die Umnutzung der dortigen Flächen haben wir eher langfristig im Blick", sagt Götz Müller.

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