Innenstadt: Winterdienst weiter ohne Streusalz

Aufruf von André Raphael ist in Crimmitschau ohne Wirkung geblieben

Crimmitschau.

Der Winterdienst wird in der Innenstadt von Crimmitschau in der kalten Jahreszeit ausschließlich auf abstumpfende Mittel zurückgreifen. Dabei handelt es sich unter anderem um Material wie Sand und Rollsplitt. Die Entscheidung hat Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller auf Anfrage der "Freien Presse" mitgeteilt. "Die Stadtverwaltung wird weiterhin auf Streusalz in der Fußgängerzone verzichten und nur abstumpfende Mittel einsetzen. Allerdings wird gegebenenfalls bei ungünstiger Witterung geprüft, im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung Streusalz einzusetzen", sagt Götz Müller. Der Grund für den seit mehr als zehn Jahren in Crimmitschau bereits praktizierten Streusalz-Verzicht: Eine Verunreinigung der Fußböden in Geschäften im Bereich von Fußgängerzone und Markt soll verhindert werden.

Dadurch verwandelte sich der Einkaufsbummel durch die Innenstadt in der Vergangenheit oft zu Rutschpartien. Darauf machte Stadtrat Martin Seidel (FDP) im Januar mit einem deutlichen Appell aufmerksam. "Es gibt momentan erhebliche Kritik am Zustand in der Fußgängerzone. Wir müssen hier für Abhilfe sorgen", sagte Seidel damals mit Blick auf die spiegelglatten Gefahrenstellen. Oberbürgermeister André Raphael (CDU) regte vor elf Monaten eine Grundsatzdiskussion an. "Jeder, der eine Idee hat, wie wir es besser machen können, soll sich mit uns in Verbindung setzen", sagte Raphael. Gab es nach dem Aufruf eine Reaktion? Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller schüttelt den Kopf: "Bisher sind leider keine Ideen beziehungsweise Vorschläge eingegangen."

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