Innenstadtbewohner haben Horror vor Umleitung

Werdauer haben eine Petition an den OB unterschrieben. Sie fordern Taten, wenn die Umleitung für den Bau der Bundesstraße 175 wirksam wird.

Werdau.

Den Anwohnern rund um die Gerhard-Weck-Straße in Werdau graut schon jetzt vor dem nächsten Jahr. Sie haben im Juli und August drei Wochen lang hautnah miterlebt, wie der Umleitungsverkehr durch ihre Straße gerollt ist, weil die Bundesstraße 175 gesperrt war. Am Verkehrsknoten Gedächtnisplatz wurde eine alte Fabrik abgerissen und Platz für einen Kurvenausbau geschaffen. Der soll im kommenden Jahr begonnen werden und voraussichtlich neun Monate dauern.

"Das überleben wir nicht", sagte Torsten Lottermoser, der am Donnerstag Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste) innerhalb der Bürgerfragestunde eine Liste mit Unterschriften von Betroffenen überreichte. "Lärm- und Abgasbelastung sind einfach inakzeptabel. In den meisten Häusern gehen die Schlaf- und Wohnräume auf die Straße. Fenster konnten wird nachts nicht mehr öffnen, nur mit Ohrstöpseln schlafen. Außerdem liegen zwei Schulen und ein gut frequentierter Spielplatz in dem Gebiet", schilderte Torsten Lottermoser nur einige der Probleme, die die dreiwöchige Umleitung durch das sonst recht ruhige Wohngebiet mit sich gebracht hat.

Bei einem Treffen auf dem Spielplatz haben die Anwohner bereits Lösungsvorschläge erarbeitet. So sollte unter anderem die Gerhard-Weck-Straße stadteinwärts generell zur Einbahnstraße gemacht werden. Für den Schwerlastverkehr müsse die Umleitungsstrecke komplett gesperrt werden.

Für den stadtauswärts fahrenden Verkehr müsse eine Baubehelfsstraße entstehen. Auf dem jetzt durch den Fabrikabriss entstandenen Freigelände sei das möglich. Tempo 30 in dem Bereich sei generell durchzusetzen, auch über die anstehenden Bauarbeiten hinaus. Die Anlieger fordern außerdem, die Lebensqualität der Bewohner der Innenstadt weiter zu verbessern und Schallschutzmaßnahmen entlang der B 175 zu installieren.

"Ihre Anregungen nehmen wir ernst", sagte Sören Kristensen. Die Baumaßnahme in Regie des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr müsse umgesetzt werden. Daran führe kein Weg vorbei. "Ich wünsche mir weiterhin so konstruktive Gespräche, wie wir sie bereits geführt haben", sagte Kristensen, der bei der Zusammenkunft auf dem Spielplatz dabei war.

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