Kantine in Crimmitschau: Zuerst sind Treppen und Dach an der Reihe

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Die Pleißestadt macht Ernst: Das denkmalgeschützte Gebäude im Sahnbad soll zunächst gesichert werden. Unklar ist aber, wie es danach weitergeht.

Crimmitschau.

Nach etlichen Jahren des Stillstands werden noch in diesem Jahr Bauleute an der unter Denkmalschutz stehenden Kantine im Sahnbad in Crimmitschau zu beobachten sein.

Dazu informierten Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller und Stefan Aurich, Chef des Fachbereichs Bildung, Kultur und Sport, am Mittwochabend während der zweite Einwohnerversammlung im Sahnbad, zu der mehr als 20 Bürger gekommen waren. Die erste Runde mit 50 Einwohnern fand bereits Anfang Juli im Bad statt, zu der OB André Raphael (CDU) eingeladen hatte, um erstmals über mittel- und langfristige Möglichkeiten für die nötige Sanierung zu diskutieren und Nutzungsvarianten auszuloten. Die Kommune geht bei einer Generalsanierung von Kosten in Höhe von 320.000 Euro aus.

Geld stand aber bei der zweiten Gesprächsrunde nicht im Mittelpunkt. Dafür wurde ein erster grober zeitlicher Ablauf zur Sicherung des Gebäudes vorgestellt. "Zwar ist die künftige Nutzung weiter unklar. Unsere Aufgabe ist es, das Gebäude zu erhalten", erklärt Müller. So sollen noch in diesem Herbst zunächst die Treppen zurückgebaut werden.

Er begründete das mit der durch die Treppen eindringende Regennässe. "Das Vorgehen ist mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt", stellt Müller klar. Unklar sei jedoch, ob überhaupt die Treppen wieder errichtet werden. Sollte letzteres eintreten, sei sogar vorstellbar, die Treppen anzustreichen. Damit gehe die schrittweise die Entkernung des Gebäudes einher, die federführend die Pleißestadt stemmt.

Im Frühjahr ist nach Darstellung von Müller das Dach an der Reihe. "Die Reparaturen sollen dafür sorgen, dass es im Inneren trocken bleibt", so der Rathausmitarbeiter. Da ohnehin die Kantine eingerüstet werden muss, bestehe die Möglichkeit, die Fassade optisch etwas aufzupeppen, ergänzt Aurich, der sich wünscht, dass hierbei auch der eine oder andere Einwohner mithilft - beim Abschleifen der Fassade und beim Streichen. "Werkzeuge und Farbe werden natürlich von der Stadt finanziert", sagt Aurich.

Dabei will die Stadt auch auf den Verein zur Förderung von Ausbildung, Beschäftigung, Beratung und Betreuung Jugendlicher und Erwachsener (FAB) zugehen. Einige Einwohner schlugen vor, Schüler für diese Verschönerungsarbeiten zu gewinnen. So sei es denkbar, noch vor der neuen Badesaison einen oder mehrere Arbeitseinsätze auf die Beine zu stellen, an denen sich möglichst viele Freiwillige aus der Pleißestadt und Umgebung beteiligen.

Die Verwaltung hofft zudem, dass sich ein Förderverein für das Sahnbad gründet oder eine Interessengruppe bildet, die einfache Arbeiten an der Kantine in Eigenregie erledigen. "Wir wollen aber als Kommune diesbezüglich niemandem etwas überstülpen", so Aurich.

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