Kita: Eltern sollen entlastet werden

Die FDP fordert die Aussetzung der Beiträge im gesamten Landkreis. Während Zwickau dabei ist, steht in Glauchau die Entscheidung noch aus.

Landkreis.

In der Stadt Glauchau hat die Diskussion um die Elternbeiträge in Kindertagesstätten begonnen. Seit Mittwoch sind die Kitas, Horte und auch die Schulen geschlossen, ein Großteil der Kinder muss zuhause betreut werden. Jedoch gibt es in allen Kindertagesstätten eine Notbetreuung für die Kinder, deren beider in wichtigen Berufszweigen, zum Beispiel im Gesundheitswesen oder in der Altenpflege im Staatswesen oder im Lebensmittelhandel, arbeiten. Wie viel Kinder in der Notbetreuung sind, darüber hat die Stadt noch keine Zahlen genannt.

Während andere Kommunen wie die Städte Zwickau und Crimmitschau die Elternbeiträge bereits ausgesetzt haben, regt der FDP-Kreisverband an, in allen Städten und Gemeinden die Beiträge für alle Eltern für einen Monat auszusetzen. Die Liberalen haben den Vorschlag auf ihrer Internetseite untermauert "Viele Eltern müssen sich zur Betreuung der Kinder unbezahlt freistellen lassen", heißt es dort. Hinzu komme, dass trotzdem Elternbeiträge für die Kita oder den Hort gezahlt werden müssten. Das könne angesichts der aktuellen Lage viele Familien in finanzielle Schwierigkeiten bringen oder die Lage zusätzlich verschärfen.

Der FDP-Kreisvorsitzende und Glauchauer Stadtrat Nico Tippelt sagt: "Wir wollen das für alle Eltern, weil eine Vielzahl derjenigen, die ihre Kinder in der Notbetreuung haben, beruflich im Ausnahmezustand sind - quasi als eine Art Dankeschön." Und die Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, hätten ebenfalls einen Mehraufwand, weil viele von ihnen im Home Office arbeiten müssen. Tippelt hat sich am Donnerstag direkt an den Glauchauer Oberbürgermeister gewandt. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Glauchauer Stadtrat, Karsten Ulbricht, plädiert dafür, die Eltern zu entlasten. "Ich bin für die Aussetzung der Beiträge, solange es notwendig erscheint", sagt Ulbricht. Es sei politisch wichtig, vor Ort Hilfe und Unterstützung anzubieten, "um wieder Vertrauen zu erarbeiten". Und weiter: "Der Staat kann nicht alles an finanziellen Ausfällen abdecken." Das habe die Vergangenheit gezeigt.

In Glauchau hat die Stadtverwaltung noch keine Entscheidung darüber getroffen, wie sie mit dendie Elternbeiträgen umgehen will.


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