Kleine Marienkirche hilft der großen

Mit einer besonderen Spendenaktion soll die Sanierung des ältesten Gotteshauses in Werdau unterstützt werden.

Werdau.

Die Marienkirche, in älteren Urkunden auch Frauenkirche oder Liebfrauenkirche genannt, ist eine der schönsten Stadtkirchen in Sachsen. Seit ein paar Tagen ist das größte und älteste Gotteshaus in Werdau eine Baustelle. In den kommenden Monaten sollen unter anderem die gesamte Elektrik und die komplette Heizung modernisiert, statische Schäden beseitigt und im Kirchenschiff die ursprüngliche Fassung, so wie sie einst Bauherr Samuel Locke 1764 schuf, wiederhergestellt werden. Die Kosten betragen rund 1,6 Millionen Euro. Auch wenn die Finanzierung bereits zum größten Teil gesichert ist, muss die Kirchgemeinde einen Eigenanteil von rund 150.000 Euro aufbringen. Um das Geld zusammenzubekommen wartet die Kirchgemeinde jetzt mit einer besonderen Spendenaktion auf: Eine Marienkirche in Miniaturform soll dem Original helfen.

"Die Idee dazu entstand während einer Rüstzeit, an der einige Kirchenglieder in Bad Blankenburg teilgenommen haben. Die dortige Kirche wird ebenfalls saniert. Dafür hat sich die Kirchgemeinde einen Nachbau in Miniaturform einfallen lassen, der gegen eine Spende erworben werden kann. Die Idee fanden wir gut und haben sie quasi nur kopiert", sagt Barbara Näser-Küchler vom Kirchenvorstand. Mit ihrer Idee zurückgekehrt, suchte sich die Kirchgemeinde in der Stadt einen Partner. Den fanden sie in Jens Eberlein, Geschäftsführer der Firma Werdauer Holzspielzeug. Das Unternehmen, dessen Geschichte bis ins Jahr 1958 zurückreicht, genießt noch immer einen guten Ruf weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Große Überzeugungsarbeit war nicht notwendig, um Eberlein von der Idee zu überzeugen. Der entwarf drei verschiedene Varianten. Die Wahl fiel auf ein aus fünf Einzelteilen bestehenden Modell. Der Kirchturm, 11,5 Zentimeter hoch, besteht aus drei Teilen. Die eigentliche Kirche aus zwei Teilen, insgesamt ist das Miniaturbauwerk 11,5 Zentimeter lang. Die Mindestspende, für die der Bausatz zu haben ist, beträgt 10 Euro. "Nach oben sind keine Grenzen gesetzt", sagt Barbara Näser-Küchler und hofft auf regen Absatz. Das Resonanz stimmt die Geschäftsfrau optimistisch. "Das Set wurde bereits auf dem Weihnachtsmarkt sowie zur Christvesper angeboten und stieß auf breites Interesse."

Erhältlich ist das Set aus Holz gegen eine Mindestspende von 10 Euro unter anderem bei Näser-Optik, Marienstraße 21, bei Juwelier Völkel auf dem Markt, in der Goldschmiede Burkhardt, Oststraße 3, sowie im Pfarramt an der Burgstraße.

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